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Was ist dein Schatz?

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Über weltliche Ambitionen, Reize und Vorlieben hinauswachsen

Wir leben in einer Welt, in der Erfolg an der Größe des Vermögens oder des Besitzes gemessen wird, an den Leistungen oder dem Berühmtheitsgrad einer Person, an deren Intelligenzquotienten oder Notendurchschnitt, den akademischen Titeln, den Fähigkeiten, an der Stellung oder Macht.

Leider stehen auch Christen oft in der Versuchung, Erfolg in diesen kurzlebigen Fakten zu sehen. Sie vergessen, dass Ruhm, Ausbildung, Wohlstand, Schönheit, sportliches Können, Begabung und Macht leicht verloren gehen können, wogegen andere Dinge einen bleibenden Wert behalten, wie beispielsweise Mitgefühl, liebe, Großzügigkeit, Freundlichkeit, Sympathie und Demut. Daran wird die wirkliche Größe eines Menschen gemessen, an dem, was wir seine Charakterzüge nennen. Jesus Christus zufolge sind dies nämlich die einzigen Schätze, die zählen.

Dieser Artikel ist eine Einladung sowohl an junge Leute als auch an Erwachsene, einen Charakter zu entwickeln, der sie auf den Himmel vorbereitet.

Einige prüfende Fragen:

  • Wenn man dich bitten würde, die fünf wichtigsten Dinge in deinem Leben aufzuführen, welche wären das wohl?

Als ich diese Frage einer Gruppe von adventistischen Studenten stellte, die an der University of Michigan studierten, beinhaltete deren Antwort auch ihren Glauben oder ihre Religion, Ausbildung, Familie, Gesundheit, Beziehungen, Freunde, berufliche Möglichkeiten und ihren Ruf.

Ich bin sicher, dass die meisten christlichen jungen Leute sich mit diesen Antworten identifizieren können. Aber bei meinen Bemühungen, darüber hinaus auch zu untersuchen, was Studenten an staatlichen Universitäten als wirklich wichtig ansehen, stellte ich ihnen die beiden folgenden Fragen:

  • Wenn du im Ausland leben würdest und ein Bürgerkrieg dich dazu zwingen würde, dieses Land sofort zu verlassen, welche drei Dinge würdest du mitnehmen?
  • Wenn deine Wohnung oder dein Studentenwohnheim brennen würde, welchen Gegenstand würdest du dir schnappen bevor du zu der Feuerleiter rennst?

Auf diese Fragen hin führten unsere Studenten Gegenstände auf wie den Personalausweis, die Brieftasche, Kreditkarte, den Computer, Dokumentenordner, alte Bilder oder Briefe, Handys und die Lieblingspuppen.

Ich weiß nicht, was du angeben würdest. Aber worum auch immer es sich handeln mag, es wären Dinge, die dir lieb sind. Es sind deine Schätze und deine Schätze bestimmen, was bei dir Vorrang hat. Sie offenbaren deine wahren Ambitionen, deine Vorlieben und das, was für dich reizvoll ist.

Nun zu der entscheidenden Frage: Sind die Dinge, die du zurzeit schätzt, das was sie sein sollten? Haben sie einen bleibenden Wert? Wird ihr Wert steigen oder werden sie an Wert verlieren? Wirst du sie jemals aufgeben oder sie gegen etwas Wertvolleres, etwas Beständigeres eintauschen?
Eine Möglichkeit festzustellen, was einen bleibenden Wert hat, besteht darin, eine weitere Frage zu beantworten, die ich den Studenten der staatlichen Universität von Michigan stellte: "Wenn die Welt morgen unterginge, gäbe es etwas, dessen Verlust du bedauern würdest?"

Im Gegensatz zu den Antworten auf die vorangegangenen Fragen, gab es meist eine lange Pause, bevor die Studenten sich meldeten, um auf diese Frage zu antworten. Die Liste Ihrer Antworten war aufschlussreich: "Mein Leben, meine ungläubigen Familienangehörigen, meine Freunde, meine Lieben und meine Eltern."

Nach dieser letzten Antwort sollte klar sein, dass die wertvollsten Dinge im Leben nicht der Personalausweis, die Brieftasche, Kreditkarte, der Computer oder die Lieblingspuppen sind, sondern vielmehr deine eigene, ewige Erlösung und die Erlösung von anderen. Wenn dies der Fall ist, dann verspielst du unabhängig davon, wie erfolgreich du in dieser Welt sein magst, deinen wichtigsten Schatz, wenn du in deinem Leben nicht Entscheidungen triffst, die dich zum ewigen Leben führen.

Sieben Tatsachen zur Wahl deiner Schätze

Jesus sprach in der Bergpredigt verschiedene Aspekte an. Ab Matthäus 6,19 konzentrierte er sich auf Werte. Er erklärte, dass weltliche Werte genau so gefährlich sind wie fromme Heuchelei. Wenn das Ziel unseres Lebens, also unsere Schätze, auf ewigen Werten beruht, ertragen wir das Risiko, alles zu verlieren. Er sagte: "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." (Matthäus 6,19-21)

Lasst uns kurz über sieben wichtige Dinge nachdenken, die sich aus diesen Versen ergeben.

  1. Jeder hat Schätze: Dies ist offensichtlich, angesichts der Tatsache, dass Jesus sich mit seiner Botschaft an Zuhörer wandte, die nicht viele weltlichen Besitztümer besaßen. Viele hatten kaum genügend Kleidung und wussten nicht, wo sie ihre nächste Mahlzeit hernehmen sollten (vgl. Matthäus 6,25.28.31.34). Folglich besitzt jeder einige Schätze, selbst die Armen. Denn ein Schatz ist eher das, was man im Herzen trägt, als das, was eine Person in ihrer Hand halten kann. Somit betrachtet jeder Mensch einige Dinge als wertvoll. Uns allen stellt sich daher die Frage: Was ist dein Schatz?
  2. Was sind Schätze? Wenn wir an "Schätze" denken, beschränken viele von uns sich nur auf das, was wir an der Börse haben, auf dem Bankkonto oder in einem verschlossenen Safe. Unter diesem Vorzeichen meinen wir vielleicht, dass nur die Reichen und Berühmten Schätze haben. Aber Schätze können greifbar oder nicht greifbar sein. Man kann sie in der Hand halten oder sie in seinen Gedanken bewahren. In dem Textabschnitt, den wir betrachtet haben (Matthäus 6,19-21), gibt es ein Wortspiel zwischen dem Verb ("sammeln") und dem Substantiv ("Schatz"). Im Griechischen lautet das Verb thesauritzo und das Substantiv thesauros, von welchem der deutsche Begriff "Thesaurus" herkommt. Wörtlich übersetzt heißt das also "Bereichere dich nicht mit Reichtümern auf dieser Erde." Ein Thesaurus ist eine Schatztruhe voller Synonymwörter und Wortgruppen. In seiner Predigt bezeichnet Jesus das menschliche Herz als eine Schatzkiste und der Schatz ist dann das, was dem Herzen lieb ist. Das kann dein Geld sein, deine Besitztümer, dein Ruf, deine Ehre, dein Ruhm, deine Beziehungen, dein akademischer Titel oder deine Zeit. Dein Schatz ist das, was dir mehr wert ist als andere Dinge. Achan zum Beispiel bewertete einen babylonischen Mantel sowie etwas Silber und Gold höher als die Gebote Gottes, als er sich bei der Eroberung Jerichos an dem Gebannten vergriff. Weil Achan "Dinge" mehr als den Gehorsam Gott gegenüber schätzte, verlor er schließlich alles (Josua 7). Andererseits war für Hananias und Saphira der größte Schatz das, was andere von ihnen dachten. Es war ihnen wichtiger von Menschen geehrt zu werden, als die Anerkennung Gottes zu haben. Auch sie verloren alles, einschließlich ihres Lebens (Apg 5). Somit beeinflusst dein Schatz deine Einstellung gegenüber deinem Besitz. Es ist das, wofür du dich am eifrigsten bemühst, es zu erlangen. Es ist das, was du am meisten fürchtest zu verlieren. Die Frage, auf die wir hier eingehen ist: Was ist dein Schatz? Was schätzt du am wertvollsten ein? Ist es vielleicht deine äußere Erscheinung, teure Kleidung oder ein beneidenswertes Talent? Ist es ein beeindruckender Notendurchschnitt, ein akademischer Titel oder eine lukrative Stellung? Oder vielleicht ist es ein besonderer Freundeskreis oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit oder Anerkennung für deine Fähigkeiten? Ist es ein Freund oder eine Freundin? Du kannst deine Schätze daran erkennen, was dir am wichtigsten ist, woran du am meisten denkst. Es mag andere Dinge geben, die du aufgibst, aber du bist nicht bereit, dich von deinem Schatz zu trennen.
  3. Jesus lehnt Schätze nicht ab: Als Jesus sagte: "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden", hat er Besitztümer nicht verurteilt. Er hat nicht verboten, Vorräte für die Zukunft zu sammeln. Die Bibel empfiehlt dies sogar anhand des Beispiels von der Ameise, die fleißig arbeitet und Nahrungsvorräte anlegt (Sprüche 6,6-11). Wenn jemand seine Familie nicht versorgt so ist er, Paulus zufolge, schlimmer als ein Ungläubiger (1. Timotheus 5,8). Jesus hat auch nicht vorgeschlagen, Christen sollten nicht nach Größe und Auszeichnung streben. Seine Aussage "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden" bedeutet nicht, dass er Schätzen ablehnend gegenüber steht. Er verbietet es nicht, ein Haus oder ein Auto zu besitzen, gute Kleider, einen guten Notendurchschnitt, einen akademischen Titel, ein Bankkonto oder anderes Vermögen zu haben. Die Tatsache, dass Gott sagt: "Du sollst nicht stehlen" setzt voraus, dass etwas mir gehören kann, was du nicht haben kannst. Wir haben ein gottgegebenes Recht auf Besitz. Außerdem finden wir in der Bibel Beispiele von wirklich reichen Männern. Abraham war sehr wohlhabend und er wurde ein Freund Gottes genannt (2. Chronik 20,7). Hiob wäre heutzutage ein Milliardär gewesen. Schätze an sich sind nicht unbedingt schlecht. Jesus warnt uns davor, unseren Schätzen einen unpassenden Wert beizumessen. Wenn sie uns zur Welt hinziehen besteht die Gefahr, dass wir unser ewiges Leben verlieren.
  4. Schätze, die wir nicht sammeln sollen: Jesus warnte vor einer zu starken Beschäftigung mit allem was zerstört werden kann. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass Jesus Motten, Rost und Diebe erwähnt. In biblischer Zeit wurde Wohlstand daran gemessen wie viele Besitztümer eine Person hatte: Kleidung, Getreide und Gold oder andere wertvolle Metalle - alles was verloren werden kann. Erinnert euch daran, wie Elisas Diener Gehasi einen Vorteil daraus ziehen wollte, dass Naeman vom Aussatz geheilt wurde. Er bat Naeman um einen Zentner Silber und zwei Feierkleider, weil dies einen beträchtlichen Wohlstand bedeutete (2. Könige 5,22). Reichtum wurde ausgedrückt durch extravagante Kleidung, die möglicherweise aus feiner Wolle gemacht wurde. Als Jesus von Motten sprach wusste jeder, der ihm zuhörte, dass Motten es lieben, Kleidung aus feiner Wolle zu fressen. Heutzutage haben wir Mottenkugeln, um dem vorzubeugen oder wir machen Kleidungsstücke aus Nylon, Kunstseide oder Polyester. Eine weitere Möglichkeit für die Menschen der damaligen Zeit, ihren Reichtum zu messen, war die Menge Getreide, die sie gespeichert hatten. Der reiche Kornbauer sagte: "Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte" (Lukas 12,18). Sein Reichtum bestand aus Getreide und anderen Früchten des Feldes. Das Wort "Rost" in den Versen 19 und 20 kommt von dem griechischen Wort brosis, was "Fraß" bedeutet. Ratten, Mäuse, Würmer und Insekten konnten ganze Getreidespeicher vernichten. Wenn der Reichtum aus Schmuck bestand, kann der Fraß sich auf Rost beziehen. Die dritte Ware, mit der die Menschen damals ihren Reichtum veranschaulichten, war Gold oder andere wertvolle Metalle. Aber wie sollte man Gold aufbewahren? Man konnte es im Haus behalten, aber da konnte ein Dieb einbrechen und es stehlen.Üblicherweise wurde ein geheimer Platz auf einem Feld gesucht und in der Dunkelheit der Nacht wurde der Schatz darin vergraben. Aber Diebe konnten auch in der Nacht herumschleichen und darauf achten, wo die Menschen ihren Schatz vergruben, um ihn dann wieder auszugraben. In Matthäus 13,44 finden wir das Gleichnis von einem Mann, der einen im Acker verborgenen Schatz fand. Der Ausdruck "wo die Diebe einbrechen" kann übersetzt werden mit "wo Diebe durchgraben". Viele Häuser in biblischer Zeit wurden aus Lehm gebaut, sodass Diebe ein Loch in die Wand graben und den Schatz stehlen konnten. Jesus sagte, dass wir alles verlieren können, wenn wir unser Herz an Kleidung, Getreide oder Gold hängen. Unsere Kleidung kann von Motten gefressen werden, unser Getreide kann durch Tiere vernichtet werden und unser Gold oder unsere wertvollen Metalle können von Dieben gestohlen oder vom Rost zerstört werden. Tatsache ist: trotz unserer Mottenkugeln, des Rattengiftes oder der Alarmanlage ist keiner unserer Reichtümer in Sicherheit. Die Zusammenbrüche ganzer Firmen, von denen wir immer wieder aufgrund von betrügerischen Kapitalunternehmen hören, sind uns nur zu bekannt. Wir können die Ersparnisse unseres Lebens über Nacht verlieren. Selbst wenn du alles behältst bis du stirbst, wirst du es dann trotzdem zurücklassen. Denn wenn reiche Menschen sterben, lassen sie nicht viel Geld zurück - sie lassen alles zurück. Jesus sagt uns, dass irdischer Reichtum vergänglich ist. Egal was du tust und egal wie sehr du es versuchst, du kannst nicht garantieren, dass du deinen Besitz nicht verlierst. Du kannst deinen Wohlstand, deine Fähigkeiten und deine Gesundheit über Nacht verlieren. Eine Schlüsselfigur in deinem Leben (dein Idol) kann dich morgen fallen lassen. Du kannst plötzlich deine Eltern, Brüder, Schwestern oder deine Lieben durch einen Autounfall verlieren. Vielleicht hast du unter deinen Freunden. die beste CD-Sammlung oder die neuesten elektronischen Geräte. Vielleicht sind es deine sportlichen oder musikalischen Fähigkeiten, die in deinem Herzen die wichtigste Rolle eingenommen haben. Oder vielleicht ist es dein Aussehen, dein Haar, dein Körper, dein Gesangstalent oder deine Persönlichkeit, die du mehr schätzt, als alles andere. Wenn Motten oder Rost es zerstören können, wenn Diebe es stehlen können, wenn es im Lauf der Jahre abnimmt, wenn geänderte Umstände es zunichte machen, dann ist es ein Schatz, den du auf der Erde sammelst - und Jesus sagt, er wird keinen Bestand haben. Jesus drängt uns, bleibende Schätze zu sammeln.
  5. Schätze, die wir sammeln sollen: Für die Art der Schätze, die wir sammeln sollen ist der letztendliche Bestimmungszweck entscheidend. Beachte, dass Jesus nur zwei Zielorte für unsere Schätze nennt: die Erde und den Himmel. "Schätze auf Erden" kann man in einem Augenblick verlieren. "Schätze im Himmel" dagegen werden nicht beeinflusst durch irgendeine Sünde oder deren Folge. Es sind Dinge, die über das Grab hinaus Bestand haben und ewig bleiben. "Der im Himmel gespeicherte Reichtum ist unvergänglich. Feuer und Flut können ihm nichts anhaben, kein Dieb kann ihn rauben, weder Motten noch Rost können ihn zerstören, steht er doch in Gottes Hut" (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 75). Wir können Schätze im Himmel sammeln, indem wir einen christusähnlichen Charakter entwickeln, denn alles, was wir in den Himmel mitnehmen können, ist unser Charakter. "Die Persönlichkeit ist die heilige Ernte des Lebens. Jedes Wort und jede Tat aus der Gnade Christi, wodurch in einem Menschen göttlicher Trieb entfacht wird, jedes Bemühen um die Formung christusgemäßen Wesens bedeutet Speicherung von Himmelsgut" (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 76). Charakterbildung wird gefördert durch persönliche Andacht, Gebet und Bibelstudium. So können wir im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe wachsen; von diesen sagt Paulus, dass sie "bleiben" (1. Korinther 13,13). Schließlich "sammeln wir Schätze im Himmel", wenn wir aktiv für die Seelenrettung anderer arbeiten, sodass sie auch das ewige Leben erben können. Ellen White betonte wie wichtig es ist, sich um andere zu kümmern in der Seelengewinnung, in der Evangelisation und im christlichen Dienst, als sie schrieb "dass dem Bösen am ehesten durch kämpferischen Dienst widerstanden werden kann" (Das Wirken der Apostel, S. 108). Wir vermeiden es, Schätze auf der Erde zu sammeln, wenn wir Schätze im Himmel sammeln. Dies tun wir dadurch, dass wir einen christusähnlichen Charakter entwickeln und eine persönliche Beziehung zu Christus pflegen durch persönliche Andacht und Zeugnis. "Wenn am Jüngsten Tage die Reichtümer dieser Erde vergehen, werden alle, die im Himmel Schätze gesammelt haben, ihres Lebensgewinnes innewerden. Haben wir die Worte Christi befolgt, dann werden wir, während wir uns um den erhabenen weißen Thron scharen, Seelen erblicken, denen wir ein Mittel zur Seligkeit waren. Von diesen werden wir erfahren, dass sie wieder andere und jene noch andere, insgesamt also eine große Schar gerettet haben, die nun durch unsere Mühe im Ruhehafen angekommen sind! Und sie alle legen ihre Kronen Jesus zu Füßen und preisen ihn von Ewigkeit zu Ewigkeit. Mit welcher Freude wird der Mitarbeiter Christi diese Erlösten schauen, die an der Herrlichkeit des Erlösers teilhaben! Wie köstlich wird die Seligkeit denen schmecken, die ihre Aufgabe, Seelen zu retten, treu ausführten!" (Gedanken vom Berg der Seligpreisungen, S. 76)
  6. Das Herz folgt unseren Schätzen: Die wichtigste Begründung, die Jesus nennt, als er uns auffordert, Schätze im Himmel zu sammeln, finden wir in Vers 21 : "Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." Mit dem Wort "Herz" ist das gesamte Innere des Menschen gemeint, das Zentrum einer Person. Jesus sagt hier, dass unser gesamtes Sein von unseren Schätzen vereinnahmt wird. Unser Herz ist bei den Dingen, die wir am meisten schätzen. Worin wir investieren, darauf legen wir uns fest. Die Dinge, die wir schätzen, regieren unser Leben. Sie sind das Thema und der Inhalt unserer Gespräche. Wir setzen unsere Zeit dafür ein. Es ist nicht so, dass unser Schatz unserem Herzen folgt, sondern unser Herz folgt vielmehr unserem Schatz, Wenn unser Schatz im Himmel ist, werden wir in Kürze auch im Himmel sein. "Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz."
  7. Wählt eure Schätze klug aus: Jesus fordert uns zwei Mal auf "sammelt euch Schätze". Das Fürwort (euch) beinhaltet eine Wahl auf persönlicher Ebene. Keiner kann diese Wahl für einen anderen treffen; jeder von uns muss sich selbst entscheiden und dann auch die Verantwortung dafür tragen. Die entscheidende Frage lautet: Welche Schätze wählen wir? Bemühen wir uns um einen christusähnlichen Charakter?

Auszug aus einer Ansprache Annlässlich einer Examens Feier

Um zu verdeutlichen wie wichtig es ist, der Charakterbildung einen hohen Stellenwert beizumessen, stelle ich euch die Fragen, die ich einer Abschlussklasse im Sommer 2003 stellte. Um die Schüler nicht in Verlegenheit zu 'bringen bat ich sie, die Fragen nicht laut zu beantworten. Hier nun die Fragen:

  • Nenne die zehn reichsten Menschen der Welt.
  • Nenne die letzten 10 Gewinner der Heisman trophy (Auszeichnung für hervorragende American - Football - Spieler am College, Anm. d. Übers.)
  • Nenne die zehn letzten Gewinnerinnen der Miss Amerika Wahl.
  • Wer waren die letzten zehn Oscar - Preisträger für den besten Film?
  • Nenne die letzten 10 Gewinner der Baseball - Weltmeisterschaft.

Diese intelligenten Schüler hatten verstanden, worum es geht: Applaus verklingt. Oscars verblassen, Leistungen werden vergessen. Ehrungen und Auszeichnungen werden mit ihren Eigentümern begraben.

Dann stellte ich ihnen andere Fragen. Mal sehen, ob ihr diese beantworten könnt:

  • Nenne fünf Freunde, die dir in einer schwierigen Zeit geholfen haben.
  • Führe einige Lehrer an, die dir auf deinem Weg durch die Schule zur Seite standen.
  • Nenne ein halbes Dutzend Helden, deren Geschichte dich positiv beeinflusst hat.

Ist es leichter, diese Fragen zu beantworten? Die meisten Menschen können nämlich diese Personen ohne große Schwierigkeiten nennen, Was lernen wir daraus? Es ist folgendes: Die Menschen, die in deinem Leben einen besonderen Platz einnehmen, sind nicht jene, die großartige Leistungen erbringen, sondern jene, die sich um dich kümmern. Es sind nicht unbedingt die berühmtesten Personen, sondern solche, die bestimmte Grundwerte ausleben. Ruhm, Ausbildung, Reichtum, Schönheit, Begabung, Position oder Macht werden leicht vergessen. Aber Liebe, Großzügigkeit, Freundlichkeit und Sympathie haben Bestand. Und sie zeigen der Welt, wer du tatsächlich bist. Wir nennen sie Charakterzüge. Sie beinhalten solche Werte wie Mitgefühl, Ehrlichkeit, Sanftmut, Freundlichkeit, Sauberkeit, Gründlichkeit, Fleiß, Sparsamkeit, Rücksichtnahme, Demut, Vergebungsbereitschaft und so weiter.

Charakterzüge können nicht durch Reichtum oder einen hohen Intelligenzquotienten erworben werden. Sie kommen auch nicht durch Facelifting oder Schönheitschirurgie zum Vorschein oder durch ein Outfit, das dem letzten Modeschrei entspricht. Sie sind nicht das Ergebnis von Zufall oder Glück. Man bekommt sie auch nicht durch einen guten Notendurchschnitt, beeindruckende akademische Titel, ein gefülltes Bankkonto, sportliche Fähigkeiten, Machtpositionen oder irgendetwas, woran Erfolg normalerweise gemessen wird, Charakterzüge sind vielmehr ein Geschenk Gottes an diejenigen, die ihr Leben vollständig seiner Führung übergeben und die sich fleißig bemühen, seinen Willen zu tun.

Die Dinge, die wir wertschätzen - unsere Schätze - werden bestimmt durch die Menge an Zeit, Energie und Kraft, die wir ihnen widmen. Wenn wir auf unser Aussehen, unsere Ausbildung, unsere Titel, Jobs, Position oder unsere Beziehungen Wert legen, werden sie zur Nummer eins in unserem Leben. Wenn wir das ewige Leben erhalten wollen, werden wir beträchtliche Zeit mit unserem Herrn verbringen, ihm liebevoll dienen und gleichzeitig seinen einzigartigen Charakter entwickeln.

Ein letzter Aufruf an junge Leute

Charakterbildung ist unsere Möglichkeit, Schätze im Himmel zu sammeln. Dieser Artikel war eine Einladung, einen Charakter zu entwickeln, der uns auf den Himmel vorbereitet. Er ruft uns auf, unsere Prioritäten zu überdenken. Er drängt uns, das aufzugeben; was uns wichtig erscheint (unsere irdischen Schätze), um das zu erwerben, was im Leben am wichtigsten ist, die "Schätze im Himmel". Jesus drückte es am besten aus: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen." (Matthäus 6,33)

Samuel Koranteng-Pipim, Ph.D. Direktor von Public Campus Ministries Michigan Conference

Aus der Zeitschrift "AD - STANDPUNKTE" (6. Ausgabe 2 / 2005)

Herausgeber:
amazing discoveries e.V.
Postfach 22
90560 Heroldsberg
Deutschland

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Dienstag, den 15. Mai 2012 um 04:07 Uhr