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Aufbruch

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Ted Wilson, Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten. Auszüge der Predigt in Friedensau. 9. Juli 2011

Ich möchte, dass ihr wisst, die 17 Millionen Geschwister rund um den Globus sind sehr daran interessiert, was in Deutschland in der Gemeinde geschieht. Was für ein Vorrecht, ein Siebenten-Tags-Adventisten zu sein, sich darauf freuen zu können, dass Jesus bald wiederkommt. Ihr seid ein Teil der großen Familie Gottes. Ich möchte euch ermutigen, mit den selbst unterhaltenden Missionswerken und mit der Gemeinschaft eng zusammen zu arbeiten. Gott möchte, dass wir in der Mission der Gemeinde vereint sind.

Ihr habt ein wunderbares Erbe in Deutschland, die durch Martin Luther begonnene Reformation. Gott möchte auch heute sein Wort durch uns zu allen Menschen bringen. Es ist beeindruckend, wie Gott einen Mann benutzen konnte, für die Wahrheiten der Bibel einzutreten. Heute frage ich euch: Seid ihr bereit, an demselben Platz wie Martin Luther zu stehen? Wollt ihr eine Stimme für Gott sein und Jesus in den Mittelpunkt stellen? Hindert uns irgendetwas in unserem Leben daran, von Jesus zu reden? Sind vielleicht Ärger und Verbitterung in deinem Herzen? Gibt es Meinungsverschiedenheiten, die dich daran hindern, die Adventbotschaft zu verkündigen? Wir beschäftigen uns manchmal mehr mit unseren Anliegen als damit, anderen zu sagen, was Jesus für uns getan hat. In Phil 1,21 sagt Paulus: „Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn." Phil 2,9-11 Das ist unsere Aufgabe: Jesus in allen Dingen vor den Menschen zu erhöhen, von seiner Güte und seiner Wiederkunft zu sprechen, uns selber zu verleugnen, aber ihn zu erhöhen. Wo immer Gott dich hingestellt hat, sollst du für ihn eintreten und von ihm reden.

Die Erhöhung und Proklamation Jesu vermindert in keiner Weise die besondere Botschaft, die wir als STA von Gott empfangen haben. Wir haben eine wunderbare Botschaft, die sich auf die Bibel gründet. Ihr habt das Vorrecht, die Reformation in Deutschland zu vollenden. EGW sagt, die Reformation hat nicht mit Luther aufgehört. Sie soll bis zum Ende der Zeit fortegesetzt werden. Das ist das Vermächtnis, das STA in Deutschland haben. Ihr wisst: Wir haben ja keine deutsche Adventkirche, sondern eine Freikirche der STA in Deutschland, in Argentinien, in den USA, in Thailand, in England, in Mexiko. STA sind eine weltweite Familie. Wir sind nicht eine sektenhafte Gruppierung, in der jeder seine eigenen Ansichten hat. Jede unserer Lehre hat ihr Zentrum in Jesus Christus. Zögert nicht, euch mutig als STA zu bekennen. Uns ist aufgetragen worden, in dieser Welt Lichtträger zu sein und die drei Engelsbotschaften aus Offb 14 zu verkünden. Nichts ist so wichtig wie diese Verkündigung. Nichts sollte uns davon abhalten. Gottes Wort ist die Grundlage unseres Glaubens. Dadurch verstehen wir, warum es die Adventbewegung gibt. Die Bibel hilft uns, die Ereignisse in den letzten Tagen zu verstehen.

Neben all den Zeichen der Zeit achten wir auch auf die ökumenischen Entwicklungen. Wir sollten alle unterstützen, die für Religionsfreiheit eintreten. Wir sollten mit allen eine freundliche Beziehung haben. Trotzdem möchte ich ein Wort der Vorsicht sagen und einen Rat geben. Ich möchte damit niemandem zu nahe treten, sondern darauf hinweisen, dass es besser ist, keine ökumenischen Verbindungen aufzunehmen und die besonderen adventistischen Wahrheiten in Liebe und mit der gebotenen Vorsicht zu verkündigen. Wir sollten uns darin von niemandem und von keiner Organisation einschränken und behindern lassen, sondern wie Martin Luther Gottes Wort ins Zentrum rücken.

Ihr wisst, dass man uns vorwirft, wir würden den Geist der Weissagung über die Bibel stellen. Lasst nicht zu, dass dieser Vorwurf zutrifft. Wir glauben an die Schrift allein. Aber ich bin überzeugt, dass der Geist der Weissagung eines der größten Geschenke ist, die Gott unserer Gemeinde gab. Er stärkt uns in unserem Verständnis davon, wie wir Gott wohlgefällig leben können. Er führt uns immer wieder zurück zum Wort Gottes.

Ich möchte euch ein Projekt vorstellen, die Verbreitung des Buches „Der große Kampf". Manchmal löst dieses Buch einen Kampf aus. Das sollte nicht so sein. Es ist eine machtvolle Erklärung, wie Gott mit seinem Volk in den Jahrhunderten der Christenheit unterwegs war. Wir haben weltweit alle STA ermutigt, dieses Buch in diesem Jahr zu lesen. Meine Frau und ich lesen es gerade miteinander. Ich verspreche euch, dieses Buch wird euch tief beeindrucken. Wir planen, dass in den kommenden zwei Jahren (2012/13) durch unsere Gemeindeglieder 50 Millionen Exemplare verteilt werden. Wenn du deinen Freunden und Verwandten ein Exemplar überreichst, dann tu es mit Liebe. Sage nicht einfach: „Hier ist ein Buch, das solltest du mal lesen!" Schlag ihm nicht mit dem Buch auf den Kopf. Sage: „Dieses Buch war für mich sehr wichtig. Es zeigt mir, wohin die Entwicklung geht. Es bringt mich zurück zur Bibel und zu Jesus." Wir bekommen bereits Rückmeldungen aus der ganzen Welt, auch aus eurer Division. Manche Weltfelder nehmen eine verkürzte Version, andere eine vollständige Ausgabe. Aber sie fügen immer Informationen hinzu, wie die Leser des Buches mit der Gemeinde in Kontakt treten können.

Die Rückmeldungen die wir zu diesem Projekt bekommen, ermutigen uns, dieses Projekt in den nächsten zwei Jahren weiter voranzubringen. Es scheint so, als ob wir mehr als eine Million Exemplare verbreiten werden. Ich hoffe, ihr nehmt daran teil. Ich habe bereits meinen Teil begonnen und es an einige Verwandte weitergeben, die keine Gemeindeglieder sind.

Die STA sind Gottes einzigartige Gemeinde am Ende der Zeit. Wir sind beauftragt, die Hoffnung auf Jesu baldige Wiederkunft zu verkünden. Schon der Name „STA" ist eine Predigt für sich. Manchmal werden wir gefragt: Welcher Konfession gehörst du an? Dann verbirg dich nicht. Sage mit einem Lächeln: Ich bin ein Mitglied der Freikirche der STA. Das könnt ihr in zwei Minuten erklären. Sprecht vom siebenten Tag, an dem wir anbeten, weil Gott unser Schöpfer ist. Das erklärt, wo wir herkommen. Gott schuf in 6 buchstäblichen Tagen und ruhte am Sabbat. Der Sabbat erinnert uns an Gottes schöpferische und neu schaffende Kraft. Der Sabbat ist ein Zeichen des Volkes Gottes in der Endzeit. Aber der Sabbat ist auch ein spezielles Zeichen in der letzten Zeit. Ein Zeichen für ein Volk, das Gott und seinem Wort treu ist. Der Sabbat ist nicht bloß ein freier Tag. Er ist ein Tag, der für etwas ganz Besonderes einsteht. Gott hatte eine Absicht als er uns schuf. Der Sabbat zeigt, dass wir Gott und seinem Plan für uns und diese Welt treu bleiben.

Dann das Wort „Adventist" – Wir schämen uns manchmal, von etwas zu reden, das noch in der Zukunft liegt. Im letzten Kapitel der Offenbarung lesen wir dreimal, wie Jesus uns zuruft: „Siehe, ich komme bald!" Ich weiß nicht, wann Jesus kommt. Aber ich glaube, dass es in naher Zukunft sein wird. Ich weiß, dass mein geschätzter Vater, der im vergangenen Dezember mit 90 Jahren gestorben ist, nicht vergeblich Gott gedient und auf ihn gehofft hat. Ich weiß, dass meine geliebte Mutter, die vor einem Monat mit 91 Jahren starb, nicht vergeblich gestorben ist. Die Adventhoffnung gibt mir die Gewissheit, ich werde meine Eltern wieder sehen, wenn Jesus kommt. Wir haben die Verheißung seines Kommens.

Wir sind eine Bewegung der Übrigen mit einer besonderen Aufgabe. In Deutschland seid ihr doppelt gesegnet. Ihr habt die Verbindung zur weltweiten Kirche der STA und ihr könnt das Vermächtnis Martin Luthers fortführen. Ich möchte auch den jungen Leuten einige Worte sagen. Lasst euch nicht irremachen, was unsere kostbare Botschaft angeht. Lasst euch nicht von der Welt in eine andere Form pressen. Macht diese Wahrheit zu eurer Wahrheit! Euer Glaube an Gott muss damit beginnen, dass ihr sein Wort studiert. Gott kann und will euch gebrauchen, um sein Werk zu vollenden. Lasst euch nicht entmutigen! Lasst nicht zu, dass der Teufel euch von der Mission und eurem Zeugnis abhält. Ihr wisst, es gibt viele Dinge, die uns davon abhalten können. Einige möchte ich erwähnen.

Lasst das Wort Gottes in eurer Andacht und in eurem Gottesdienst im Mittelpunkt stehen, nicht die Philosophie, die Soziologie oder die Psychologie. Das Wort Gottes bringt Leben. Gottes Wort verändert Menschen. Der Heilige Geist benutzt das Wort Gottes, um uns zu Menschen zu machen, wie er sie haben möchte. Nehmt euch in Acht, wenn es um Anbetung und Musik geht. Wir kommen aus verschiedenen Kulturen. Wir tun manches unterschiedlich. Wir müssen nicht alles auf die gleiche Art und Weise tun. Aber ich möchte euch sagen: Lasst nicht die Praktiken der Gesellschaft, die uns umgibt, in der Gemeinde Eingang finden, lasst nicht zu, dass sie uns verändern. Anbetung und Musik soll immer Jesus zur Ehre dienen und nicht den Musikern. Achtet darauf, dass nicht Praktiken in die Gemeinde eindringen, die das geistliche Leben schwächen. Haltet euch fern von denen, die einen mystischen Glauben betonen.

Es gibt eigentümliche Gebetsformen, die dort praktiziert werden, bei denen man sich komplett entleert. Ich sage euch, wenn ihr das tut, kann der Teufel eure innere Leere ausfüllen. Gebet ist immer die direkte Gemeinschaft mit Gott. Nehmt euch in Acht vor Bewegungen wie der Emerging Church, die das Wort durch subjektive Erfahrungen, Gefühle und aufregende Erlebnisse ersetzen will. Am Ende der Zeit wird der Teufel alles versuchen, Gottes Gemeinde zu verwirren. Kommt zurück zu Gottes Wort!

Manche unter uns sind entmutigt, sie haben sich innerlich von der Gemeinde entfernt. Ich fordere euch auf, die Hand Jesu zu ergreifen und die Beziehung zu ihm jetzt zu erneuern. Manche sind vielleicht so beschäftigt mit Arbeit, Hobbys oder dem Internet, dass sie keine oder nur wenig Zeit für Gottes Wort und das Gebet aufwenden. Manche haben es vergessen: Ein guter Adventist zu sein bedeutet, ein guter Nachbar, ein Samariter zu sein. Lasst den Heiligen Geist in euch wirken, so dass ihr nicht nur in Worten, sondern auch in praktischen Taten Christen seid. Die kraftvollste Predigt ist das Leben eines liebevollen Christen. Ich lade euch ein, an der großartigen Mission der STA teilzuhaben. Wir wollen durch die Art und Weise, wie wir Beziehungen pflegen, wie wir essen und wie wir uns kleiden, die Aufmerksamkeit der Menschen auf Jesus lenken und nicht auf uns selbst.

Ich möchte die ansprechen, die frustriert oder verbittert sind. Wir wollen die Aufgabe annehmen, Diener der Versöhnung zu sein. Gott ruft uns zu einer geistlichen Erweckung und Reformation auf.Wir können dass nicht aus uns selbst bewirken. Es geschieht nicht dadurch, dass wir ein Banner drucken lassen oder ein Lied anstimmen. Aber in Joel 2,12,13.15-17 wird gesagt, was Gott von uns erwartet: „Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn. Stoßt in das Horn in Zion, heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten herbei, versammelt die Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach! Die Priester, die Diener des Herrn, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heidenvölker über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist [nun] ihr Gott?«"

Gott will etwas Besonderes für sein Volk in Deutschland und durch den Spätregen für die ganze Welt tun. Gott verheißt seinen Geist. Joel 3,1.2 beschreibt, wie der Geist Gottes ausgegossen werden wird, wie Gott seine treuen Übrigen auf machtvolle Weise bewegen wird. „Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen; und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen" Was hindert Gott in deinem und meinem Leben daran, sein Werk zu tun? Gott ruft dich auf, den Heiligen Geist in deinem Leben wirken zu lassen und zu Gottes Endzeitbewegung zu gehören.

 
 
 
 
 
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