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Denke an deinen Namen, Siebenten-Tags-Adventist!

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Ted Wilson, Präsident der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten. Sabbatpredigt 9. Oktober 2010. Jahressitzung - Silver Spring, Maryland

Gottes ewige Liebe

Vielen Dank für die wunderbare Erinnerung an Gottes Liebe (der Dank gilt einer Sängerin). Gott liebt dich und mich mit ewiger Liebe und er wird uns nicht in Stich lassen (Jeremia 31,3). In 1. Johannes 4,16 wird uns zugerufen: „Gott ist Liebe". Gottes Liebe ist der Grund dafür, dass wir als die große Adventbewegung ... auf 150 Jahre zurückblicken können, seit wir den Namen „Siebenten-Tags-Adventisten" tragen. Gottes Liebe drängt uns, anderen von ihm zu erzählen. Sie bestimmt, wie wir leben und wie wir auf sein wunderbares Gesetz reagieren. Seine Liebe zu uns übersteigt alles, was wir uns vorstellen können. Jesus starb am Kreuz, um uns zu retten und uns ewiges leben zu geben ... weil er uns liebt. Die von Ellen White geschriebene „Konflikt Serie" beginnt in „Patriarchen und Propheten" mit den Worten „Gott ist Liebe" und endet auf der letzten Seite des Buches „Der große Kampf" mit den [selben] letzten Worten „Gott ist Liebe". Nur aufgrund Gottes großer Liebe und seiner Gnade sind wir hier im großen Saal der Generalkonferenz als weltweites Führungsgremium versammelt. Um dieser großen Liebe willen loben und preisen wir den wunderbaren Namen Gottes.

Welche Bedeutung haben Namen für Gott?

Namen sind wichtig. Aus der Bibel wissen wir: Namen sind schon seit Grundlegung der Erde für Gott von besonderem Interesse. Habt ihr schon bemerkt, dass Gott mehrmals während der Schöpfungstage, wenn er ein neues Werk vollbracht hatte, auch einen Namen dafür bereit hatte?

  • Tag 1: Nach der Erschaffung des Lichts berichtet die Bibel: Gott „nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht". (1 Mo 1,5)
  • Tag 2: Nachdem er die Feste geschaffen hatte, indem er das Wasser über der Feste vom Wasser unter der Feste schied, so berichtet die Bibel: „Und Gott nannte die Feste Himmel. (1 Mo 1,8)
  • Tag 3: Nachdem das Wasser sich gesammelt hatte und trockenes Land sichtbar wurde, lesen wir: „Und Gott nannte das Trockene Erde und die Sammlung des Wassers nannte er Meer." (1 Mo 1,10)

Bezeichnender Weise sehen wir dann in 1. Mose 2 als Erweiterung der Namensgebung und als Zeichen der von Gott übertragenen Vollmacht, dass der Herr Adam mit der Aufgabe betraut, allen Lebewesen auf Erden Namen zu geben. Natürlich war der Höhepunkt der Schöpfungsvollmacht Gottes für den siebenten Tag reserviert, den Tag der Ruhe, den der Herr segnete, heiligte und als „Sabbat" bezeichnete.

Persönliche Namen

Gott ließ keinen Zweifel daran, dass man mit seinem Namen nicht leichtfertig umgehen darf, da ja eines der Zehn Gebote dazu auffordert, den Namen des Herrn in Ehren zu halten. Die biblische Geschichte offenbart auch Gottes Interesse an den Namen bestimmter Personen. Denken wir an...

  • Abraham, den Vater der Gläubigen, und seine Frau Sarah, die zuerst einfach nur Abram und Sarai waren, bevor Gott ihnen neue Namen gab.
  • Nach der Nacht seines körperlichen und geistlichen Ringens wurde „Jakob" in „Israel" umbenannt; dieser Name war eindeutig mit dem Namen Gottes verbunden.
  • Auf der Straße nach Damaskus erhielt der Feind der Christen, „Saulus" den Namen eines Missionars für Jesus, „Paulus".
  • Daniel, der von den Babyloniern gefangen gehalten wurde und von ihnen den Namen Belsazar erhalten hatte, wollte sich nicht auf diesen Namen beziehen, weil sein hebräischer Name mit der Bedeutung „Gott ist mein Richter" für die Heiden, unter denen er nun lebte, ein ständiger Vorwurf war.
  • Und dann ist natürlich noch die Namensgebung des Vorläufers Jesu, Johannes des Täufers, zu erwähnen.

Johannes der Täufer und die Siebenten-Tags-Adventisten

Name and Auftrag des Johannes

Während der Priester Zacharias im Tempel Weihrauch verbrannte, erschreckte ihn plötzlich das Erscheinen eines Engels, wie in Lukas 1,13-17 berichtet wird. „Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Und er wird vom Volk Israel viele zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist." Die Verse 59-66 berichten, wie verwundert das Volk angesichts der Namensgebung war, denn obwohl es keinen Vorgänger dieses Namens in der Familie gab, hielten sich Zacharias und Elisabeth an die Weisung des Herrn und nannten ihren kleinen Sohn Johannes.

Der Name Johannes bedeutet: „Jehova ist gnädig". Diesen bestimmten Namen wählte Gott wegen des besonderen Werkes, das Johannes anvertraut werden sollte. Da Johannes zum Vorläufer Jesu bestimmt war, wurde sein Name zu einem ständigen Zeugnis für die unbeschreibliche Gnade Gottes, der seinen einzigen Sohn zu unserer Erlösung dahingab. Welch ein wunderbarer Gott der Liebe!

Unser Name und Auftrag: Praktischer Dienst

Zurück zur Beschreibung Johannes des Täufers und seines Werkes ... sie klingt fast so wie eine Beschreibung der Siebenten-Tags-Adventisten und ihres Auftrags. Wie Johannes wurden auch wir berufen, Menschen auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. Uns wurde die Aufgabe zuteil, die drei Engelsbotschaften von Offenbarung 14 zu verkünden, Jesus zu erhöhen, seine Gerechtigkeit und die wahre Gottesanbetung zu verkünden. Wir sollen der Welt von der großen Liebe Gottes erzählen und den Menschen Hoffnung auf Erlösung durch Jesu Kreuzestod, seinen Mittlerdienst und sein Gericht im himmlischen Heiligtum bringen. Als Adventisten haben wir die Aufgabe, Reformer zu sein, die dem Herrn den Weg bereiten. Jeder soll ein moderner Elia sein, der den Familien und den Mitmenschen Versöhnung bringt, wie in Maleachi 3,24 aufgezeigt wird. Das Herz der Väter soll zu den Söhnen bekehrt werden. Wir sollen wie Jesus ein Leben des selbstlosen Dienstes für andere führen. Und wenn wir das tun, sollen wir uns ganz an „Jesu Methode[n] halten", wie Ellen White es so schön in The Ministry of Healing, Seite 143 beschrieben hat.

„Der Heiland mischte sich unter die Menschen wie einer, der ihr Bestes wollte. Er zeigte ihnen sein Verständnis für sie, ging auf ihre Bedürfnisse ein und gewann ihr Vertrauen. Dann forderte er sie auf: 'Folgt mir nach.'" Wie es bei Jesus und seinen Vorläufern der Fall war, sollen unsere Taten lauter sprechen als unsere Worte. Geben wir doch unser Zeugnis als Siebenten-Tags-Adventisten im Sinne eines praktischen medizinischen Missionswerks, indem wir anderen in Bezug auf ihre körperliche, soziale, geistige und geistliche Gesundheit Gutes tun. Ein Glas kaltes Wasser für einen Durstigen im Namen Jesu ist ein wunderbares Zeugnis. Der Name Siebenten-Tags-Adventist – und in erweitertem Sinne auch der Name ADRA und die Bezeichnungen für die verschiedenen Hilfsdienste in unserem Umfeld sowie für viele andere Aktivitäten – sollte gleichbedeutend mit praktischer Hilfe für Bedürftige sein, wobei es auf Nahrungsmittel, Obdach, Ermutigung und Besuche in Heimen oder Schulen oder Gefängnissen oder wo immer Bedürfnisse vorhanden sind, ankommt. Unser einfacher Lebensstil und Dienst an anderen, der sich in den verschiedensten Werken der Freundlichkeit äußert, wird ebenso Gottes Liebe bezeugen, wie es bei Johannes der Fall war, als er die Güte Gottes verkündete und seinen Namen auslebte: „Gott ist gütig und gnädig."

Unser Name und Auftrag: Geheiligtes Leben

Wie Johannes, sollen auch wir unseren Namen ausleben und einen Lebensstil offenbaren, der ohne Alkohol und andere gleichfalls schädliche Substanzen wie Tabak und Koffein auskommt. Wir sollen ein aufrichtiges, einfaches und gottgeweihtes Leben ernster Menschen führen, die Jesu Wiederkunft erwarten. Durch den heiligenden Einfluss des Heiligen Geistes erhalten wir die Kraft zu einem gesunden, ausgeglichenen Leben, das durch eine gesunde vegetarische Kost, bescheidene und schickliche Kleidung, eine starke Arbeitsmoral, gute Zeiteinteilung und eine gewinnende Fröhlichkeit gekennzeichnet ist, die Menschen zu Jesus zieht. Wir sollen darauf achten, was wir ansehen, lesen und anhören; wir sollen nur anhören, ansehen und lesen, was wahr, edel, rein und gerecht ist, was einen guten Ruf hat, was wohl lautet und was tugendhaft und lobenswert ist.

Wir sollen, wie schon Johannes vor uns, mit dem Heiligen Geist erfüllt sein, wenn wir vom baldigen Kommen Jesu reden. Wir sollen den Herrn um jene echte Erweckung und Reformation bitten, die nur die Ausgießung des Heiligen Geistes im Spätregen bewirkt werden kann. Wenn wir uns vor dem Herrn demütigen, werden wir nach meiner Überzeugung die Erfüllung von Joel 2,28 erleben, wo Gott verspricht, seinen Geist auf alles Fleisch auszugießen. Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes sollen wir des Herrn Boten sein, die Menschen in der wahren Gottesanbetung unterweisen und sie auf Jesus und seine Gerechtigkeit hinweisen, wie er uns rechtfertigt und uns heiligt, was in unserem Leben der Hingabe an ihn offenbar wird. Es ist Kraft im Namen des Herrn!

Kraft im Namen des Herrn

Petrus rief dem Hohen Rat in Apostelgeschichte 4,12 zu: „In keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschenkindern gegeben, durch den wir wollen selig werden." Ähnlich erklärte Johannes in Johannes 1,12: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben." Auf Jesus bezogen verkündete Paulus in Philipper 2,9: „Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden ... sind." David erhöhte den Namen Gottes über alle Mächte, als er in Psalm 20,8 herausfordernd ausrief: „Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des Herrn, unsres Gottes." Wie Petrus und Paulus und David an den Namen des Herrn dachten und wie Johannes sich seines eigenen Namens und seiner Bedeutung erinnerte, dürfen auch wir nie die Bedeutung unseres Namens, der uns von Gott gegeben ist, vergessen.

"Denke an deinen Namen!"

Gedenke deines Namens, Siebenten-Tags-Adventist! In diesen Tagen gedenken wir des 150sten Jubiläums der Namensgebung „Siebenten-Tags-Adventisten". Am 1. Okt. 1860 fand in Battle Creek, Michigan, eine besondere Versammlung statt, wie wir gestern Abend hörten, in der über die Notwendigkeit gesprochen wurde, sich für einen Namen zu entscheiden. Gott wusste, dass seine Übrigen einen bestimmten Namen brauchten, der sie als Menschen auswies, „die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu haben", wie in Offenbarung 12,17 betont wird. Die Auswahl des Namens „Siebenten-Tags-Adventisten" kam, nachdem die Säulen unseres Glaubens – unsere Glaubensüberzeugungen – durch intensives Bibelstudium und ernstes Gebet gefestigt worden waren. Die Pioniere konnten nicht ahnen, wie diese Bewegung wachsen würde, so dass sie heute die ganze Erde umspannt und in vielen Sprachen rund 210 Länder der Welt umfasst.

Junge Leute

In der Anfangszeit, als Bibelstudium das zentrale Markenzeichen der Bewegung war, standen vor allem junge Leute in der Leitung der adventistischen Bewegung. Das veranlasst mich, unsere adventistischen jungen Leute aufzufordern, für die biblische Wahrheit aufzustehen und das große geistliche Vermächtnis wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Beteiligt euch in eurer Gemeinde, an der Missionsarbeit und an der Verkündigung der Wahrheit durch euer persönliches Zeugnis und öffentliches Auftreten. Sagt euren Pastoren, Jugendleitern [und] Lehrern, dass ihr einen soliden biblischen Unterricht mit Berücksichtigung des Geistes der Weissagung und ebensolche Predigten wollt. Widersteht der ungeheuren Versuchung, euch nur selbst zu unterhalten, sondern setzt euch stattdessen aktiv im Dienst an anderen ein. Füllt euren Geist nicht mit Musik, die Gott nicht verherrlicht, sondern bewahrt euch lieber ein Loblied in eurem Herzen. Ihr jungen Leute, lasst euch nicht gehen, helft lieber mit, dass die adventistische Bewegung zu ihrer ursprünglichen Glaubenshaltung zurückkehrt. Widersteht dem Drang, euren Glauben am gleitenden Sand der mystischen Erfahrung festzumachen. Baut lieber ein Fundament auf dem soliden Fels des Wortes Gottes und stützt euch auf ein klares „So spricht der Herr".

Denke an deinen Namen, Siebenten-Tags-Adventist! Unser Name ging aus intensivem Bibelstudium hervor. Wir glauben an Sola Scriptura; dass die Bibel unsere Grundlage und einzige Glaubensregel ist. Siebenten-Tags-Adventisten wissen seit langem ein in die Tiefe gehendes Bibelstudium zu schätzen und gehen wissbegierig an theologische und prophetische Themen heran. Doch als die ersten Gläubigen, die die adventistische Gemeinde bildeten, die Bibel studierten, ernsthaft um Wahrheit beteten und durch den Heiligen Geist geführt wurden, entdeckten sie die biblischen Glaubenspunkte und Säulen unseres Glaubens, die uns heute noch am Herzen liegen. Diese von Hingabe geprägten Pioniere nahmen die Bibel in schlichtem Glauben auch dann so an, wie ihr Wortlaut ist, wenn sie dadurch von einigen damals weit verbreiteten, in den Kirchen jener Zeit weithin akzeptierten Irrtümern weggeführt wurden. Wir müssen an solchem entschiedenen Glauben an die klaren Lehren des Wortes Gottes festhalten. Schwester White ermutigt uns in Bilder vom Reiche Gottes, S. 61.62: Wie früher sind auch in unserer Zeit die aktuellen Wahrheiten nicht bei den großen Kirchenführern zu finden, sondern bei Männern und Frauen, die weder zu gelehrt noch zu arrogant sind, um an das Wort Gottes zu glauben." Wir nennen diese kostbaren Wahrheiten fundamentale Überzeugungen und genau das sind sie auch – fundamental! Als Mitarbeiter – Pastoren, Lehrer, Gesundheitsarbeiter, Buchevangelisten, Bibelarbeiter, Büroangestellte, Abteilungsleiter, Verwalter und andere – wollen wir zu den achtundzwanzig grundlegenden Glaubenslehren stehen, die sich ausschließlich auf die Heilige Schrift gründen.

Ich wundere mich, wie manche Leute behaupten können, dass Siebenten-Tags-Adventisten den Geist der Weissagung anstelle der Bibel benutzen. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein! Die Aussage des Apostels Paulus in 2. Timotheus 3,15, dass die Heilige Schrift „dich unterweisen kann zur Seligkeit" trifft bis heute zu. Doch wie es seit biblischen Zeiten war, ist der Geist der Weissagung eine der größten himmlischen Gaben, die Gott seinem Volk gibt. Diese Gabe ist nicht deshalb auf die Endzeitbewegung ausgegossen worden, um die Bibel zu ersetzen, sondern um ihre Bedeutung zu erweitern und unseren Geist zu erleuchten, damit wir Gottes Wort klarer verstehen und korrekter anwenden. Wenn das Bibelstudium vernachlässigt und die Führung des Geistes der Weissagung abgelehnt wird, verliert man den Respekt vor den klaren biblischen Wahrheiten der Adventbewegung.

Denke an deinen Namen, Siebenten-Tags-Adventist! Jedes Mal, wenn du ihn aussprichst, hältst du eine Predigt! Wenn du dich öffentlich äußerst, schriftlich oder mündlich, nenne dich nicht nur einen „Adventisten" und verbirg dich nicht hinter der Abkürzung „STA". Jedes Mal, wenn du sagst: „Ich bin Siebenten-Tags-Adventist", hältst du eine Predigt. Schäme dich nie unseres Namens! Als unsere Kirche begann, wurden viele Namen vorgeschlagen und erwogen, doch als über den Namen „Siebenten-Tags-Adventist" gesprochen wurde, beeinflusste Gott die leitenden Brüder dahingehend, dass dieser Name der beste war. Als Ellen White die Neigung ansprach, dass manche sich unseres bestimmten Namens schämen könnten, ging sie kämpferisch darauf ein und schrieb in Selected Messages, Band 2, S. 384: „Wir sind Siebenten-Tags-Adventisten. Schämen wir uns unseres Namens? Wir antworten: 'Nein, nein! Wir schämen uns nicht. Es ist der Name, den Gott uns gegeben hat. Er betont die Wahrheit, die der Prüfstein der Gemeinden sein soll.'"

Als Siebenten-Tags-Adventisten des 21. Jahrhunderts, die am Ende der Menschheitsgeschichte leben, wollen wir unseren Namen nicht verbergen. Gemeinden, Institutionen, Organisationen und Gemeindeglieder, benutzt euren Namen und sprecht mit anderen über ihn. Erfindet nicht irgendeinen unbestimmten Namen für eure Gemeinde, der die Tatsache verbirgt, dass ihr Siebenten-Tags-Adventisten seid. Sagt, wer ihr seid und haltet mit diesem Namen eine Kurzpredigt für jeden, der an eurer Gemeinde vorbeikommt.

Schöpfung

Denke an deinen Namen, Siebenten-Tags-Adventist! Er sagt so viel aus. Der „siebte Tag" bezieht sich auf Gottes Macht, in sechs buchstäblichen, aufeinander folgenden, aneinander angrenzenden Tagen von 24 Stunden diese Erde zu schaffen und dem Ganzen mit einem Gedächtnistag der Schöpfung, dem Sabbat als siebentem Tag, die Krone aufzusetzen. Dies erinnert uns daran, dass wir eine direkte Schöpfung Gottes sind und keine zufällige Anomalie eines unpersönlichen Entwicklungsprozesses. Wenn du sagst, du bist Siebenten-Tags-Adventist, identifizierst du dich als ein Gläubiger dieser Wahrheit, die in der Bibel so verständlich dargelegt wird! Gott hat uns in 2. Mose 20,8-11 aufgefordert: „Gedenke des Sabbats, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn." Beachten wir, was Ellen White in Selected Messages, Band 2, S. 385 über Versuche sagt, unsere Glaubenspunkte und unser Verständnis immer weniger zu betonen: „Mir wurde gesagt, dass Menschen jede Taktik anwenden werden, um den Unterschied zwischen dem Glauben der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Glauben derer, die den ersten Tag der Woche beachten, zu verwischen. An dieser Auseinandersetzung wird sich die ganze Welt beteiligen, und die Zeit ist kurz. Jetzt ist nicht die rechte Zeit, um unsere Segel einzuholen."

Sabbat

Als Siebenten-Tags-Adventisten, die kurz vor Anbruch der Ewigkeit leben, sollen wir den „siebten Tag" nicht weniger betonen, im Gegenteil: Wir sollen ihn umso mehr akzentuieren und der Posaune einen eindeutigen Klang geben. In demselben Buch [Selected Messages, Band 2], S. 370 lesen wir: „Der Herr hat zugelassen, dass der Feind der Wahrheit entschieden gegen den Sabbat des vierten Gebots agieren kann. Dadurch will er ein entschlossenes Interesse an dem Thema wecken, die ein Prüfstein für die letzte Zeit ist. Dies wird den Weg für die mächtige Verkündigung der dritten Engelsbotschaft auftun."

Der dritte Engel zeigt uns, dass der Sabbat Gottes besonderes Siegel bzw. Zeichen seines Volkes in der letzten Zeit sein wird und jeder, der an einem anderen Tag als dem Siebenten-Tags-Sabbat anbetet, das Malzeichen des Tieres empfangen wird. Das erklärt, wie wichtig der Sabbat für Gott ist und wie wichtig er für uns sein sollte. Darum sollen wir uns nicht auf irgendwelche anderen religiösen Organisationen oder ökumenischen Gruppierungen einlassen. Natürlich sollen wir uns als freundlich erweisen und jedem respektvoll begegnen, aber in demselben Buch, Selected Messages, Band 2, S. 371 werden wir gewarnt: „Es darf keinen Kompromiss mit denen geben, die Gottes Gesetz zunichte machen. Es ist nicht sicher, sich auf ihren Rat zu verlassen. Unser Zeugnis soll heute nicht weniger entschieden sein als früher; unsere tatsächliche Position sollen wir nicht verhüllen, um die Großen der Erde zufrieden zu stellen. Sie mögen wollen, dass wir uns mit ihnen vereinen und ihre Pläne annehmen; und sie mögen Vorschläge dazu machen, wie wir uns verhalten und zu Werke gehen sollen; dadurch würde der Widersacher allerdings einen Vorteil über uns gewinnen. 'Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt' (Jesaja 8,12). Zwar sollen wir nicht auf Auseinandersetzungen aus sein und niemanden unnötig beleidigen, aber wir müssen die Wahrheit klar und entschieden präsentieren und fest zu dem stehen, was Gott uns in seinem Wort gelehrt hat. Ihr sollt nicht auf die Welt sehen, um zu lernen, was ihr schreiben und veröffentlichen oder was ihr sagen sollt." Die Bibel betont in 2. Chronik 20,20: „Glaubt an den Herrn, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen."

Wiederkunft Jesu

Ebenso wie „Siebenten-Tags" uns daran erinnert, woher wir kommen, sagt uns „Adventisten", wo wir hingehen. Wir warten auf die baldige Wiederkunft unsere Herrn Jesus Christus und freuen uns auf diesen Höhepunkt der Weltgeschichte. Die buchstäbliche Wiederkunft Jesu, die selige Hoffnung, ist das große Ziel jedes Siebenten-Tags-Adventisten. In allen Adventgemeinden soll laut und begeisternd verkündet werden, dass Jesus bald wiederkommt! Predigt nicht nur gelegentlich über die Wiederkunft Jesu, sondern oft! Erinnert unsere Glieder daran und sagt es der Öffentlichkeit, dass wir voller Freude die baldige Wiederkunft unseres Schöpfer und Erlösers, des Königs aller Könige, erwarten. Sagt ihnen, dass jedes Auge diese unglaubliche Wiederkehr Jesu sehen wird und dass er seinen Fuß nicht auf diese Erde setzen wird, sondern dass wir auferstehen, um ihm in der Luft zu begegnen. Verkündigt ohne Scham die kostbaren Worte des Apostels Paulus aus 1. Thessalonicher 4,16-18: „Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus entschlafen sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander." Der starke vom Himmel gesandte Name, „Siebenten-Tags-Adventist" ist eine Predigt der Hoffnung. Er weist auf Gott als den Anfänger und Vollender unseres Glaubens hin. Er erhöht Jesus in all seiner Schönheit. Er verkündet das Thema vom großen Kampf von Anfang bis Ende.

Persönliche Erfahrung

Vor einigen Wochen bestieg ich in San Juan, Puerto Rico, ein Flugzeug. Wir hatten gerade eine gute Sitzung des Verbandes in Puerto Rico beendet und unmittelbar davor einen Besuch in Venezuela gemacht, um das hundertjährige Jubiläum der Adventgemeinde in jenem dynamischen Land zu begehen. Ich war zuvor mit einigen Leitern unserer Kirche zusammen gereist, aber nun war ich allein. Während ich es mir auf meinem Sitz bequem machte, dachte ich, ich würde während des gesamten Fluges arbeiten und meine emails abrufen, aber Gott hatte einen anderen Plan. Eine vierköpfige Familie kam den Gang entlang und setzte sich hinter und neben mich. Nachdem ich mich vorgestellt hatte, erklärte mir der Vater, der neben mir saß, dass er Glied und freiwilliger Mitarbeiter in einem Zweig einer großen nichtchristlichen Religion und Stiftung war. Er fragte mich, ob ich etwas über ihren geistlichen Führer und humanitären Philanthropen wüsste. Ich sagte ihm, ich wüsste einiges und er erklärte mir weiter das humanitäre Werk der Stiftung, bei der er freiwillig mitarbeitete. Dann fragte er mich, was ich täte. Ich sagte ihm, ich sei Pastor in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Er wusste nicht viel über das Christentum und nichts über Adventisten. So erklärte ich ihm anhand unseres Namens den Sabbat und die Wiederkunft Jesu. Ich sprach von Jesus als unserem Erlöser und er hörte gut zu. Diese kurze Einführung führte zu einem Gespräch, in dem ich ihm viele wunderbare Glaubenswahrheiten in der kurzen Zeit unseres Fluges mitteilen konnte, und das alles wegen unseres markanten Namens. Als wir uns verabschiedeten, gab ich ihm einige Broschüren, die ich immer bei mir habe, wie sicher viele von euch auch.

Wie viele Jubiläen noch?

Wir feiern das 150ste Jubiläum unseres wunderbaren Namens, der jedes Mal, wenn wir ihn aussprechen, eine Predigt ist. Und so erfreulich es ist zu erkennen, dass Gott in all den Jahren für uns gesorgt hat, sollte ein solches Ereignis einen gewissen Grad an Beklommenheit erzeugen und mehr als nur ein wenig wahrnehmbare Dissonanz in unserem Herzen. Denkt mal darüber nach. Wie kann eine Bewegung, deren einziger Auftrag es ist, die Welt auf das baldige Kommen Jesu vorzubereiten, sich über das 150ste Jubiläum ihres Namens freuen? Wie viele Jubiläen müssen wir noch erleben? Wie lange wird diese Bewegung weitermachen, bevor unser Herr wiederkommt?

Ich glaube, es ist höchste Zeit, dahin zu kommen, dass dieser kostbare Name unsere wahre Identität als die Übrigen Gottes repräsentieren kann. Jetzt ist es an der Zeit für uns, die menschliche Stimme Gottes zu sein und Menschen aus dem geistlichen Babylon herauszurufen, wie in Offenbarung 14 und Offenbarung 18 aufgezeigt wird. In einer Kultur, die von Pluralismus, Relativismus, Humanismus und Hedonismus durchdrungen ist, hat Gott Siebenten-Tags-Adventisten berufen, eine Gegenkultur zu sein, eine Endzeitbewegung, in der jedes Glied in demütigem Christus ähnlichen Vertraue bereit ist, für das Recht einzustehen, wenn auch der Himmel darüber einstürzt. Liebe Geschwister, eine solche mächtige Bewegung ist nur durch die Kraft des Heiligen Geistes möglich. Als Siebenten-Tags-Adventisten müssen wir Stolz und Ichsucht überwinden, während wir von Jesus als der einzigen Hoffnung der Menschen reden. Sind wir bereit, für eine Erweckung und Reformation zu beten, die nur der Heilige Geist bewirken kann? Sind wir wirklich bereit, dass Gott etwas tut, was er schon vor Jahrzehnten für seine Übrigen hätte tun wollen, nämlich den Heiligen Geist auszugießen und das Werk in unserer Generation zu beenden?

Ich fordere alle Adventisten dringend auf, sich in der Kraft des Heiligen Geistes zur Beendigung des uns anvertrauten Werkes zu vereinen. Rücken wir zusammen, jeder kann mit anderen zusammenarbeiten, nicht nur die organisierten Gemeinden, ihre Institute und andere Unternehmen, von denen viele zu der großartigen Organisation ASI gehören, die Seite an Seite mit der offiziellen Kirchenstruktur arbeitet. Ich danke euch, die ihr in unterstützenden Diensten arbeitet und rufe euch auf, weiterhin eure guten Dienste und Projekte zu nutzen, um noch enger mit den evangelistischen Plänen der Kirche in dem erneuerten, kooperativen, vom Heiligen Geist geleiteten Missionsprogramm „Tell the World" (Sagt es der Welt) zusammenzuarbeiten. Wir bitten Gott um Erweckung und Reformation, während wir unsere Bemühungen vereinen, jeden Winkel der Erde mit den Botschaften der drei Engel aus Offenbarung 14 und dem Ruf des Engels aus Offenbarung 18 zu erreichen. Gehen wir im Glauben dort hin, wo Gott Türen auftut. Gehen wir mit einer neuen Betonung auf städtischer Evangelisation in die großen Städte der Welt, wie durch den Geist der Weissagung aufgezeigt, widmen wir uns der medizinisch-missionarischen Arbeit, der öffentlichen und persönlichen Evangelisation und nutzen wir jede Möglichkeit, die uns die Medien bieten. Denken wir an das wunderbare Zitat aus Testimonies to the Church, Band 9, S. 116: „Gottes Werk auf Erden kann erst dann beendet werden, wenn Männer und Frauen aus den Gemeinden zur Hilfe eilen und ihre Bemühungen mit denen der Prediger und Gemeindebeamten vereinen."

Denke an deinen Namen!

Lasst uns heute unser Herz erforschen und an unseren Namen denken ... Ich appelliere besonders an alle, die entmutigt, frustriert, bedrückt oder vielleicht weit weg von der Gemeinde des Herrn sind. Denkt an unseren Namen!

Manche von uns, wir als Leiter eingeschlossen, haben uns mitunter nicht nach Gottes Führung in der Bibel und im Geist der Weissagung oder nach dem Einfluss des Heiligen Geistes gerichtet, sondern sind bewusst unseren eigenen Weg gegangen. Wir haben politisch korrekte Entscheidungen getroffen, statt mutig zu dem zu stehen, was wir als richtig erkannt hatten: wir alle müssen uns dazu entschließen, uns vor Gott zu demütigen und an unseren Namen zu denken.

Denen, die konsequentes Bibelstudium und Gebet vernachlässigt und zugelassen haben, dass Jesus selbst durch Gutes verdrängt wurde, denen, die zugelassen haben, dass Fernsehen, weit verbreitete Musik, Hobbys, das Internet, Videospiele und Myriaden anderer Dinge unsere Zeit für Jesus verdrängt haben, rufe ich zu: Denkt an euren Namen! Konzentriert euch wieder auf Jesus, sein Wort, das Gebet und das Schrifttum des Geistes der Weissagung.

Denen, die vergessen haben, dass praktisches, christliches Dienen der unvermeidbare Ausdruck einer Beziehung zu Gott ist, sage ich: Denkt an euren Namen!

Denen, die sich weit weg vom theologischen Zentrum des Wortes und der grundlegenden Glaubensüberzeugungen der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten befinden, rufe ich zu: Denkt an euren Namen!

Den jungen Leuten, die schnelllebig geworden sind und der Gemeinde nur wenig Beachtung schenken, rufe ich zu: Denkt an euren Namen und kommt nach Hause.

Denen, die gealtert sind, die in ihrer christlichen Erfahrung verkrustet und statisch und ausgepumpt sind, was vermutlich auf viele von uns zutrifft, rufe ich zu: Denkt an euren Namen!

Unabhängigen Gruppen oder Helferkreisen, die sich von der offiziellen Gemeinde irgendwie entfernt und Zehntengelder zu ihrer Unterstützung angenommen haben, rufe ich zu: Nehmt Verbindung zu eurer Ortsgemeinde und Vereinigung auf und nehmt wieder eine warmherzige und angemessene Beziehung auf; nehmt keine Zehntengelder an und ermutigt die Gläubigen, ihren Zehnten über die örtliche Gemeinde zu geben. Denkt an euren Namen!

Gemeindegliedern, die verbittert oder verärgert sind, weil ein anderes Gemeindeglied sie beleidigt hat, und Gemeinden, in denen es offene Kämpfe, Neid und Spannungen gibt, rufe ich zu: Denkt an euren Namen, versöhnt euch und findet zur Einheit, wie es in Matthäus 18, Johannes 17 und 2. Corinther 5 beschrieben wird.

Und wie sollen wir an unseren Namen denken? Wie sollen wir uns vereinen, um Gottes Werk zu vollenden? Wie erreichen wir die Einigkeit, um die Jesus für uns bat? Wie können wir weitere bittersüße Jubiläen vermeiden? Wann werden wir es erleben, dass Gottes Gemeinde mit der unglaublichen Kraft des Heiligen Geistes erfüllt ist? Wann werden wir in den Himmel einziehen? Ich glaube, das an Salomo gerichtete Wort des Herrn ist sein Wort an uns heute. Es steht in 2. Chronik 7,14 und ist ein bekannter Text: Und wenn „dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen."

Da wir einen gottgeschenkten Namen haben, müssen wir uns demütigen, beten, Gott suchen und uns durch seine Kraft erwecken und erneuern lassen. In Joel 2,12.13 werden wir aufgefordert: „Bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und bekehrt euch zu dem Herrn, eurem Gott!" In den Versen 15-17 wird uns gesagt: „Blast die Posaune zu Zion, sagt ein heiliges Fasten an, ruft die Gemeinde zusammen! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, sammelt die Ältesten ... Lasst die Priester, des Herrn Diener, weinen zwischen Vorhalle und Altar und sagen: Herr, schone dein Volk." In Vers 23 lesen wir dann von den verheißenen Folgen solcher geweihten Reue: „Und ihr, Kinder Zions, freut euch und seid fröhlich im Herrn, eurem Gott, der euch gnädigen Regen gibt und euch herabsendet Frühregen und Spätregen wie zuvor." In Kapitel 3,1-5 fährt der Herr in gütigen Worten fort und sagt: Ich will „meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen. Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden ... Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen: wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Entronnenen, die der Herr berufen wird."

Brüder und Schwestern, wir leben in diesen Tagen, die der Prophet Joel beschreibt. Wir leben in der Zeit, in der Gott den Spätregen des Heiligen Geistes ausgießen will. Heute ist die Zeit da, dass der Gemeinde Gottes die Erfahrung des Spätregens geschenkt wird. Wir müssen den Herrn um diese Erfahrung und die Beendigung des Werkes Gottes durch seine Kraft bitten. Siebenten-Tags-Adventisten, denkt an euren Namen. In Hosea 6,1-3 lesen wir: „Kommt, wir wollen wieder zum Herrn; denn er hat uns zerrissen, er wird uns hernach auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tag aufrichten, dass wir vor ihm leben werden. Lasst uns darauf Acht haben und danach trachten, den Herrn zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land feuchtet." Brüder und Schwestern, wir brauchen den Spätregen des Heiligen Geistes, um die Botschaften der drei Engel mit Macht zu verkündigen, damit Jesus kommen kann. Wir brauchen Erweckung und Erneuerung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Wir brauchen eine Veränderung unseres Lebens.

In dem Buch Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S. 128 lesen wir im Kapitel „Erweckungsaufrufe" den Hinweis: „Eine Erweckung wahrer Frömmigkeit unter uns ist das größte und dringendste unserer Bedürfnisse. Danach zu streben, sollte unsere wichtigste Aufgabe sein." Im weiteren Verlauf lesen wir: „Die Gemeinde sollte sich aufmachen, Buße zu tun für ihre Abtrünnigkeit. Die Wächter müssen wieder erwachen und ihre Trompeten in einem sicheren Ton erklingen lassen ... Die Gemeinde muss aktiv werden. Der Geist Gottes kann nicht kommen, wenn ihm nicht der Weg bereitet wird. Die Herzen müssen ernsthaft erforscht werden, und die Gemeinden müssen sich zu anhaltendem Gebet vereinigen und im Glauben Gottes Zusagen in Anspruch nehmen. Wir ... müssen unsere Herzen in tiefer Demut beugen. Wir haben keine Veranlassung, uns selbst auf die Schulter zu klopfen und uns für etwas Besseres zu halten. Wir sollten uns beugen unter die mächtige Hand Gottes."

Kürzlich weilte ich in Battle Creek, wo 1901 die Generalkonferenz tagte. Auf Gottes Agenda für 1901 standen zwei Themen: Reorganisation der Gemeinde und die Ausgießung des Heiligen Geistes, um die Struktur in die Lage zu versetzen, das Werk zu Ende zu bringen. Auf Ellen Whites Bitte hin wurde die Agenda für jene Generalkonferenz beiseite getan und die Gemeindestruktur wurde reorganisiert, um die Vereinigungs- und Verbandsstruktur zu schaffen, die wir heute haben. Es ist eine gute Orgnisationsstruktur und sie wird uns auch noch in Zukunft gute Dienste leisten. Doch der zweite Punkt auf der Agenda, die Ausgießung des Heiligen Geistes, blieb auf der Strecke. Er steht heute noch auf seiner Agenda.

Ellen White hatte 1903 eine Vision, die den Titel trägt „Was hätte sein können". Was es mit dieser Vision auf sich hatte, kann man in Testimonies for the Church, Band 8, S. 104-106. nachlesen. Auf Seite 104 sagt sie: „Und der Heilige Geist wurde nicht verliehen." Warum nicht? Ellen White gab drei Gründe an: 1) Die Leiter hatten zwar große Erkenntnis, richteten sich aber nicht nach ihr ... es gab Unglauben in der Generalkonferenz und im Verlag Review and Herald. 2) Man brach nicht mit den Fehlern der Vergangenheit und es gab nur Lippenbekenntnisse hinsichtlich dessen, was Gott wollte. 3) Die Leiter demütigten sich nicht. Stolz und Machtstreben hatten sich in ihr Werk eingeschlichen. Wir lesen: „Die Männer demütigten sich nicht vor dem Herrn, wie sie es hätten tun sollen." In dieser Vision sah Ellen White, dass Gott etwas wollte, was nicht geschah. Sie sah, wie die Leiter der Gemeinde in der Sitzung der Generalkonferenz von 1901 hätten handeln können. Sie sah Delegierte, die vom Geist angerührt wurden. Es kam zu tiefer Reue, wobei einige laut weinten. Sie sah einen Leiter aufstehen, wer es war, sagte sie nicht, und dieser Mann bekannte vor allen die bitteren Gefühle, die er einigen gegenüber hegte. Er erkannte seinen wahren Zustand, ging zu ihnen und bat einen nach dem anderen um Vergebung. Dann baten auch sie ihrerseits um Vergebung. Die ganze Versammlung wurde davon erfasst. Ellen White berichtete: „Es war wie ein Pfingsterlebnis. Bis tief in die Nacht wurden Loblieder gesungen; das ging so weiter bis zum frühen Morgen." Doch dann schreibt sie die folgenden schrecklichen Worte: „Dann erwachte ich aus meiner Bewusstlosigkeit und konnte mir eine Weile nicht vorstellen, wo ich war. Mein Stift lag noch in meiner Hand, als die Worte zu mir gesprochen wurden: 'Dies alles hätte sein können. Alle diese Dinge wollte der Herr für seine Kinder tun. Der ganze Himmel wartete darauf, gütig und gnädig zu sein.' Ich dachte daran, wo wir hätten stehen können, wenn auf der letzten Generalkonferenz ein gründliches Werk geschehen wäre, und eine quälende Enttäuschung kam über mich, als mir bewusst wurde, dass alles, was ich gesehen hatte, nicht die Wirklichkeit war."

Meine Brüder und Schwestern der Adventgemeinde, Gott möchte dies zu einer Wirklichkeit machen. Wann wird es dazu kommen? Es ist unsere heilige Pflicht, diese kostbare Gemeinde in ein Erweckungserlebnis zu führen. Erweckung und Erneuerung lassen sich nicht einfach so herbeiführen. Das ist das Werk des Heiligen Geistes. Aber wir, die wir nach Gottes Namen genannt sind, können uns demütigen, beten und sein Angesicht suchen. Wir können Gottes Volk zum Fuß des Kreuzes führen und Gott bitten, unser Herz vorzubereiten und den Spätregen des Heiligen Geistes zu senden. Führende Männer wie Nehemia engagierten sich für die großen Erweckungen des Alten Testamentes. Als Kommentar zu seinem Werk der Erweckung schreibt Ellen White: „Der Geist, den die Führer an den Tag legen, überträgt sich in hohem Maße auf das Volk. Wenn jemand, der führen soll, sich dazu bekennt, die ernsten, wichtigen Wahrheiten zu glauben, die zu dieser Zeit die Welt prüfen sollen, sein Bekenntnis aber nicht von glühendem Eifer geprägt ist, Menschen darauf vorzubereiten, dass sie am Tag Gottes bestehen können, ist damit zu rechnen, dass die Gemeinde unbekümmert, träge und vergnügungssüchtig ist."

Die Frage, um die es heute geht, ist, ob Gott uns jetzt den Heiligen Geist geben kann, wie er es seit 1901 und vorher schon tun wollte. Im Buch Evangelism wird uns auf Seite 701 gesagt: „Das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Gemeinde ist etwas, das für die Zukunft erwartet wird; doch die Gemeinde hat das Vorrecht, ihn jetzt schon zu haben. Wir müssen ihn haben und der Himmel wartet darauf, ihn zu verleihen." Diese Segnung ist jedoch nicht ohne Bedingung. In dem Buch Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, S.128 lesen wir: „Aber es ist unsere Aufgabe, durch Demut, Bekenntnis, Reue und ernsthaftes Gebet die Voraussetzungen zu schaffen, die es Gott möglich machen, uns seinen Segen zu geben."

Wir haben hier anlässlich der Generalkonferenz in Verbindung mit Bibelstudien und Gebetsversammlungen gebetet. Wir haben ein besonderes Erweckungs- und Reformationskomitee, das gebetet und studiert hat, wie wir uns am besten auf diese große Ausgießung des Heiligen Geistes vorbereiten können. Ihr werdet den Bericht darüber Morgen früh und Montagmorgen nicht verpassen wollen. Wir möchten sehen, wie Gott die Ausgießung des Spätregens erfüllt. Wir möchten sehen, dass Gottes Werk beendet wird. Wir möchten nach Hause in den Himmel gehen.

Werdet ihr treu bleiben? Werdet ihr euer Herz vor dem Herrn demütigen? Werdet ihr vorangehen und unsere Gemeinden in eine tiefere Erfahrung mit dem Herrn führen, damit der Heilige Geist sich mächtig erweisen und eine Erweckung zu wahrer Frömmigkeit stattfinden kann? Werdet ihr den Herrn bitten, uns aus dem lauwarmen Laodizea-Zustand, wie er in Offenbarung 3 beschrieben wird, herauszunehmen und werdet ihr den Herrn um Gold bitten, „das im Feuer geläutert ist", um sein weißen Gewand der Gerechtigkeit und um die himmlische Augensalbe, damit ihr klar sehen könnt? Werde ich es tun?

Vor zwei Wochen besuchte ich eine Jugendkonferenz an der Bass Memorial Academy in Mississippi, wo eine Erweckung zur ursprünglichen Frömmigkeit in der Fakultät und unter den Studenten stattfindet. Eine Dame aus Pensacola, Florida, die an den Versammlungen teilnahm, gab mir einen Zettel mit einer Notiz, nachdem ich gesprochen hatte. Sie teilte mir unter anderem Folgendes mit: „Du sollst wissen, dass du eine Schwester hast, die jeden Tag für dich betet. Ich bete darum, dass du ein frommer Leiter bist (der stark und treu zur Bibel steht), dass du weise und immer unverfänglich bist, dass du rein und ohne Tadel bist und dass du darin treu bist, Zeit mit Jesus zu verbringen. Lasse bitte niemals zu, dass die Arbeit für Gottes Gemeinde dich davon abhält, ihn in deinem eigenen Herzen wirken zu lassen. Wir verlassen uns darauf, dass du ein Kanal der Macht Gottes bist. Wir beten um Erweckung und Reformation und sehnen uns danach. Sei treu."

Liebe Geschwister, Ich kann nur dann leiten, wenn ich mich zum Fuß des Kreuzes begebe und wenn ich persönlich Zeit mit Jesus in seinem Wort verbringe. Ich habe nur dann die Weisheit und Fähigkeit zu führen, wenn ich sie von Jesus erhalte. Heute möchte ich vor euch und meinem Gott meinen Stolz und meine Arroganz, meine Selbstsucht und mein Versäumnis bekennen, genügend Zeit mit Gott im Gebet, mit Bibelstudium und dem Studium des Geistes der Weissagung zu verbringen. Ich bekenne euch meinen Neid und meine Ichbezogenheit. Ich bitte euch als meine Mitarbeiter in der Leitung um Vergebung. Ich möchte Gottes Willen tun. Ich möchte mich vor Gott demütigen, Ich möchte beten und Ich möchte sein Angesicht suchen. Ich möchte die Macht des Spätregens in meinem Leben verspüren. Wollt ihr es auch? Wollt ihr zulassen, dass Gott heute das tut, was er 1901 schon tun wollte? Wollt ihr nicht nur an Gottes Namen denken, sondern auch an euren Namen als Siebenten-Tags-Adventisten? Wollt ihr wirklich geistliche Führer sein, die sich eine Erweckung für Gottes Gemeinde auf die Fahne schreiben, während wir auf die letzten Tage der Weltgeschichte zugehen und Jesu baldiges Kommen erwarten? Wollt ihr Führer sein, die unseren Gläubigen helfen, eine Erweckung zu wahrer Frömmigkeit zu erleben? Wenn das der Fall ist, wollt ihr euch dann mir anschließen und in Stille aufstehen?

Bitte, stimmt mit mir in das Lied ein: „Spirit of the living God, fall afresh on me, Spirit of the living God, fall afresh on me. Break me, melt me, mold me and fill me. Spirit of the living God, fall afresh on me."

Ich möchte Jerry und Janet Page und Mark Finley einladen, die mit Armando Miranda den Ausschuss für Erweckung und Reformation geleitet haben, uns jetzt in einer Zeit intensiven und demütigen Gebets zu leiten, während wir Gottes Angesicht suchen und ihn um eine Erweckung und Erneuerung bitten, die zur Ausgießung des Spätregens führen mögen.

 
 
 
 
 
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Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 15:55 Uhr
 
Kinder Gottes müssen innerlich und äußerlich sauber sein. – SCH3 16.5
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Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 13:37 Uhr
 
Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. - Johannes 8, 36
Dienstag, den 15. Mai 2012 um 04:07 Uhr