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Gedanken zur Todesflut

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Liebe Schwestern und Brüder, ich denke ihr seid wie Millionen anderer Menschen bestürzt und entsetzt wegen der gewaltigen Todesflut in Südasien. Die UNO spricht von der grössten Tragödie in der Menschheitsgeschichte. Diese Flut gibt uns eine kleine Vorstellung von dem, was auf Erden geschah, als die Sintflut kam und alles Leben auf Erden vernichtete. Die Medien sprechen von einer Katastrophe apokalyptischen Ausmasses, deren Folgen noch nicht einzuschätzen sind. Unter den unzählbaren Opfern, befinden sich auch viele Gemeindeglieder, die ihr Leben oder ihr Hab und Gut verloren haben.

Entlang der Küste in Sri Lanka wurden auch adventistische Kirchen zerstört. Es gibt etwa 20 Adventgemeinden an der Ostküste. Was man bis jetzt weiss ist, dass die Gemeinde in Kalmunai besonders hart getroffen wurde. Die Stadt wurde von der Todesflut völlig zerstört. Ein schwerer Lastwagen wurde auf das Dach des Hauses unseres Predigers geworfen, und das Haus selbst überflutet. In Kalmunai wurden fast alle Häuser unserer Gemeindeglieder zerstört oder schwer beschädigt.

ADRA International hat 500,000 $ als Ersthilfe zur Verfügung gestellt und hofft, dass STA weltweit durch Spenden dazu beitragen. In der thailändischen Province Phuket hat ADRA in Zusammenarbeit mit einem lokalen Krankenhaus bereits rund 3,000 Menschen geholfen. In Indien stellte ADRA Zelte, Decken, Trinkwasser, Wasserspeicher, Chlortabletten und Moskitonetze zur Verfügung. In Indonesien auf den Andaman Inseln wurden Decken, Kleidungstücke und Zelte verteilt. Adventistische Krankenhäuser in den nicht von der Todesflut betroffenen Regionen haben soviel Flutopfer wie möglich aufgenommen.

Während ich die Kommentare und Berichte der Journalisten in den Medien höre, die versuchen, das unfassbare und grauenvolle Geschehen zu beschreiben, dachte ich an Worte, die Gott zu uns durch seine Endzeitprophetin gesprochen hat. E.G. White schrieb bereits am Ausgang des 19. Jahrhunderts:

„Es steht uns eine Zeit bevor, in der die Welt mit einem Leid erfüllt sein wird, das kein menschliches Mittel heilen kann… Unglücksfälle zu Wasser und zu Lande ereignen sich in schneller Folge. Wie oft hören wir von Erdbeben und Wirbelstürmen, von Verheerungen durch Feuer und Hochwasser mit grossen Verlusten an Menschenleben und Sachwerten! Anscheinend sind diese Unglücksfälle nichts als unberechenbare Ausbrüche aufrührerischer, ungezügelter Naturgewalten, die sich der menschlichen Herrschaft entziehen; in Wirklichkeit aber können wir an ihnen Gottes Absicht erkennen. Sie gehören zu den Mitteln, deren Gott sich bedient, um die Menschen auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen.“ (PK.196.01)

Im Jahre 1890 schrieb Gottes Botin: „Die Meldungen über Katastrophen und furchtbare Geschehnisse häufen sich… Ob es sich um verheerende Wirbelstürme oder Unwetter, um das Zerstören der Umwelt und das Vergiften der Atmosphäre handelt, überall treibt Satan sein Unwesen. Obwohl wir das alles sehen und wissen, dass uns nur eine ungeteilte Hingabe an Christus retten kann, scheinen viele von uns wie gelähmt zu sein. Herr, wecke uns auf!“ ( FG 2, 50 (1890))

„Gott hat ein Ziel und eine bestimmte Absicht, wenn er es zulässt, dass diese Katastrophen hereinbrechen. Sie sind eines seiner Mittel, um Männer und Frauen zum Nachdenken zu bringen.“ (19MR,279 (1902).

„Durch Feuersbrünste, Überschwemmungen, Erdbeben, im Toben des Meeres, durch Katastrophen zu Wasser und zu Land wird uns die Warnung gegeben, dass Gottes Geist nicht immer um den Menschen ringen wird.“ (CKB.021.01) „Der Sturm naht heran. Wir müssen uns gegen seine Gewalt durch Umkehr zu Gott und durch den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus zu schützen suchen.“ (CKB.019.03)

„Gott hält das Schicksal der Menschen in seiner Hand. Seine Gerichte gehen schon durch das Land. Wilde, furchtbare Stürme hinterlassen Zerstörung und Tod. Verzehrende Feuersbrünste legen einsame Wälder und bevölkerte Städte nieder… Orkane, Erdbeben… lösen einander in schneller Folge ab. Trotzdem sind die Herzen der Menschen verhärtet. Sie erkennen die warnende Stimme Gottes nicht. Sie wollen die einzige Zuflucht vor dem heraufziehenden Sturm nicht aufsuchen.“ (Sch.Bd.2,64)

„Die ganze Erde hebt und senkt sich wie die Wogen des Meeres; ihre Oberfläche bricht auf; selbst ihre Grundfesten scheinen zu weichen. Bergketten versinken. Bewohnte Inseln verschwinden. Die Seehäfen, die an Lasterhaftigkeit Sodom gleich geworden sind, werden von den stürmischen Wassern verschlungen ...“ (GK, 637 (1911) „Das Meer kocht wie ein Wasserkessel, und die ganze Erde ist in heftiger Bewegung.“ 1T, 353.354 (1862)

„Durch den Ausbruch der Elemente, die im Innern der Erde verborgen sind, wird die Erdkruste aufbrechen. Wenn diese Elemente erst einmal los sind, werden sie die Schätze derer hinwegfegen, die jahrelang Reichtum angehäuft haben… (3MR, 208 (1891). Die Zeit ist jetzt gekommen, wo wir in einem Augenblick auf festem Boden stehen mögen und im nächsten Moment die Erde unter unseren Füssen sich heben und senken mag. Erdbeben werden sich dort ereignen, wo am wenigsten damit gerechnet wird. (TM, 421 (1896).

„Bevor Christus in den Wolken des Himmels erscheint, wird alles in der Natur erschüttert werden… Es wird gewaltige Erdbeben und viele Tote geben. — (7BC, 946 (1907).

Das unvorstellbare Erdbeben im indischen Ozean, von dem Seismologen sagen, es habe die Kraft von mehreren tausend Atombomben gehabt, und die Todeswellen, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 700 Stundenkilometer auf die Küsten zurasten, sind nur der Beginn noch größerer Katastrophen. Erdbebenforscher hatten bereits im Oktober des vergangenen Jahres das schon lange vorhergesagte Erdbeben im Pazifik erwartet, durch das besonders die Städte San Franzisko und Los Angeles zerstört würden. Die Forscher sind sich sicher, dass dieses Beben kommen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es eintreffen wird.

E.G.White sagte voraus: „San Francisco und Oakland gleichen allmählich Sodom und Gomorra, und der Herr wird sie heimsuchen. Nicht mehr lange, und sein Gericht wird über sie kommen. — ( Ms 30, 1903 ) Dem schrecklichen Erdbeben, das San Francisco heimgesucht hat, werden weitere Demonstrationen der Macht Gottes folgen.“ (Ms 61a, 3.6.1906)

Das gewaltige Erd- und Seebeben in Südasien, das alle bisher bekannten Dimensionen übertrifft, ist aber nur ein Vorbild noch viel größerer Beben, die Gottes Wort bereits angekündigt hat.

Jesus sagte:

In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben und Hungersnöte geben. Das ist aber erst der Anfang vom Ende - so wie die ersten Wehen einer Frau, die ein Kind zur Welt bringt. Mk.13,8

Erdbeben werden große Teile der Welt erschüttern, Seuchen und Hungersnöte die Menschen heimsuchen. Unerklärliche Erscheinungen am Himmel werden alle Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Lk. 21,11

Der Prophet Jesaja kündigte an:

Plötzlich wird es geschehen, in einem Augenblick. Der Herr, der allmächtige Gott, greift ein. Mit Donnerschlägen, Erdbeben und lautem Krachen, mit Wirbelsturm, Unwetter und loderndem Feuer. Jes. 29,6

Der Herr hat seine Hand erhoben und schlägt zu, dass die Berge erbeben. Die Leichen liegen überall auf den Straßen herum wie Unrat. Jes. 5,25

Ja, die Schleusen des Himmels öffnen sich, und die Erde wird in der Tiefe erschüttert. Sie bebt, reißt auf und bricht auseinander. Sie torkelt wie ein Betrunkener und wankt wie ein alter Schuppen im Sturm. Die unzähligen Sünden der Menschen lasten schwer auf ihr: Sie bricht darunter zusammen und steht nie wieder auf. Jes. 24,18-20

Und der Apostel Johannes sah:

Blitze zuckten über den Himmel, und der Donner krachte. Die Erde bebte so heftig, wie es noch niemals vorher geschehen war, solange Menschen auf ihr leben. Offb. 16,18

Blitze zuckten über den Himmel, und Donner, Erdbeben und gewaltige Hagelstürme erschütterten die Erde. Offb. 11,19

Die grauenvollen Bilder von den vielen Leichen auf den Straßen und Plätzen der vom Wasser verwüsteten Städte, die Lastwagen mit den unzähligen Toten, die in Massengräber geschaufelt werden, die täglich schnell steigende Zahl der Getöteten, erinnert uns an apokalyptische Visionen, die Gottes Propheten über die Endzeit schauten.

Jesaja sagt: „Der Herr ist zornig über die Völker… Er hat sie dem Untergang geweiht… Dann liegen die Leichen herum, und niemand beerdigt sie. Widerlicher Verwesungsgestank erfüllt die Luft.“ (Jes.34,2.3) „Schaut hinauf zum Himmel: Er wird sich auflösen wie Rauch. Blickt zur Erde: Sie wird zerfallen wie ein altes Kleid, und ihre Bewohner werden im Nu dahinsterben.“ (Hfa übersetzt: „Sie sterben wie die Fliegen. ( Jes. 51:6)

Jeremia sagt: „So spricht der allmächtige Gott: Seht, das Unheil trifft ein Volk nach dem anderen, ein gewaltiger Sturm zieht auf vom Ende der Erde! Dann liegen die Leichen… überall verstreut; keiner trauert um sie, niemand sammelt sie ein, um sie zu begraben. Sie werden zum Dünger auf den Feldern. (Jer. 25:32.33)

Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den vorhergesagten Ereignissen und deren Erfüllung in unseren Tagen? Erzeugen sie bei uns auch nur Entsetzen, Angst und Ratlosigkeit wie bei so vielen Zeitgenossen?

Die Ankündigung der endzeitlichen Gerichte und Katastrophen ist bei den Propheten des Herrn, bei Jesus und bei Ellen White stets mit einem machtvollen Bussruf verbunden.

Jesus sagte zu den Menschen, die ihm berichteten, ein einstürzender Turm habe 18 Arbeiter erschlagen habe und durch römische Soldaten seien fromme Pilger im Tempel erschlagen wurden: „Wenn ihr euch nicht zu Gott hinwendet und euer schlechtes Leben ändert, dann werdet ihr genauso umkommen... aber wenn ihr euer Leben nicht ändert, wird es euch ebenso ergehen“ (Lk.13,3.5).

Jeremia sprach zum Volk: „Der Herr, der allmächtige Gott Israels, spricht: Ihr müsst euer Leben vollkommen ändern, nur dann werde ich euch weiter in diesem Land wohnen lassen.“ (Jer. 7:3) „Ändert euer Leben, und hört wieder auf den Herrn, euren Gott! Dann wird er einlenken und das angedrohte Unheil nicht über euch hereinbrechen lassen.“ Jer. 26,13

Jesus ermahnt uns, die verschiedenen Unglücksfälle als eine Warnung zu betrachten. Wir sollen nicht fragen, warum das eine oder andere Unglück über bestimmte Menschen gekommen ist. Wir sollen vielmehr aus den Katastrophen für uns einen geistlichen Nutzen ziehen. Wir sollen nicht fragen: „Wo ist Gott? Wie kann er ein solches Unglück zulassen?“ Wir sind vielmehr aufgerufen, an unsere eigene Sündhaftigkeit zu denken und uns an den grossen Gerichtstag Gottes zu erinnern. Denn keiner lebt wirklich weise, der nicht daran denkt, dass jeder Tag seines Lebens der letzte sein kann, und dass er ohne Umkehr zu Gott, ohne Vergebung seiner Schuld, für immer verloren ist. Durch die Katastrophen und Unglücksfälle, von denen Menschen da und dort getroffen werden, will Gott alle Menschen warnen und zur Besinnung bringen.

Jesus ruft uns nicht auf, bei Katastrophen Ursachenforschung zu betreiben, Analysen über die Vorgänge zu erstellen, sondern Buße zu tun. Was bedeutet die Aufforderung „Tut Buße“? Im Aramäischen steht dafür der Ausdruck „subu“. Dieses Wort bedeutet „Kehrt zurück zu eurem Ursprung“! Die Aufforderung zur Buße hat also den Sinn und das Ziel, an den von Gott gesetzten Anfang zurückzukehren. Wir sollen uns wieder mit unserem Schöpfer vereinigen. Alles, was sich trennend zwischen uns und Gott schob, soll hinweg getan werden. Unser Verhältnis zu Gott soll wieder ursprünglich, unmittelbar und ungetrübt sein. Darum gehört zur Buße das Bekenntnis unserer Schuld. Denn die Sünde zerstört und verhindert unsere Gemeinschaft mit Gott. Gott sagt durch den Propheten Jesaja (59,2 – Hfa): „Eure Schuld steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht.“

Wenn mit Gottes Zulassung Unglück auf Unglück folgt, wenn eine Katastrophe die andere ablöst, so verfolgt Gott damit das Ziel, uns zur Buße, zur Umkehr zu führen.

Mögen wir niemals zu jenen gehören, für die das Wort aus Offb. 9,20 zutrifft: „Trotz all dieser entsetzlichen Katastrophen dachten die Überlebenden nicht daran, sich zu ändern und umzukehren.“

Mögen uns die schrecklichen Ereignisse in Südasien vielmehr an Gottes letzte Gerichte erinnern und uns bereit machen, seinen liebevollen Worten zu folgen, die er an die letzte Gemeinde Laodizea richtet: Off. 3,19 „Es ist ein Zeichen meiner Liebe, wenn ich deine Schuld aufdecke und dich mit Strenge erziehe. Nimm dir das zu Herzen und kehre um!“ LÜ „So sei nun eifrig und tue Buße!“ Amen

Helmut Mayer

Die Bibeltexte sind nach der Übersetzung „Hoffnung für alle“ wiedergegeben.

 
 
 
 
 
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