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Nahe dem Ziel

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Schritt für Schritt geht der Christ dem vorgesteckten Ziel entgegen.

Um dieses Ziel zu erreichen, mögen die folgenden Zeilen jedem Christen eine Hilfe sein. Wenn es oft scheint, das der Weg noch weit, steil und mühsam ist, so dürfen wir dennoch dem HERRN vertrauen und vorwärts gehen.

Seine Verheissungen tragen uns auf starken Händen, die nie versagen.

"Christ sein, bedeuted Christus ähnlich zu sein; veranlassen andere an Christus zu denken."

Der Weg des Christen

Christus ist uns gemacht zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.

Als der Mensch aus der Hand seines Schöpfers hervorging, war er von hoher Gestalt und vollendetem Ebenmass. Sein Gesicht hatte frische, gesunde Farbe und strahlte vor lebensfreude... Eva war nur wenig kleiner und ebenfalls eine edle Erscheinung von besonderer Schönheit. Das sündlose Paar trug keine Kleidung. Ein Lichtgewand, wie es auch die Engel tragen, umgab sie, solange sie Gott gehorsam waren.

Obwohl unsere ersten Eltern unschuldig und heilig erschaffen worden waren, bestand die Möglichkeit, dass sie Unrechtes taten. Gott schuf sie als sittlich freie Wesen, die imstande waren, seine Weisheit und Güte, aber auch die Gerechtigkeit seiner Forderungen zu erfassen und ihm mit uneingeschränkter Freiheit gehorsam zu sein oder nicht. Sie sollten sich der Gemeinschaft Gottes und der heiligen Engel erfreuen. Aber ehe ihnen ewiges leben verliehen werden konnte,musste ihre Treue auf die Probe gestellt werden.

Gott erschuf den Menschen aufrichtig. Er verlieh ihm edle Charakterzüge ohne Neigung zum Bösen.Er rüstete ihn mit hohen Geisteskräften aus und bot ihm allen erdenklichen Ansporn zur Treue. Uneingeschränkter, lebenslanger Gehorsam war die Bedingung für ewige Glückseligkeit. Unter dieser Voraussetzung sollte der Mensch Zugang zum Baum des lebens haben.

Die ersten Menschen waren nicht nur umsorgte Kinder ihres himmlischen Vaters, sondern auch Schüler, die vom allweisen Schöpfer Unterweisung erhielten.

Solange sie dem Gesetz Gottes gehorsam blieben, würden sich ihr Lerneifer, ihre Freudigkeit und Liebesfähigkeit beständig vermehren. Immer deutlichere Vorstellungen sollten sie von ihrem eigenen Glück und von der unerschöpflichen, unwandelbaren Liebe Gottes bekommen.

Gott schuf den Menschen nach seinem eigenen Bilde, frei von Sünde. Die Erde sollte mit Lebewesen bevölkert werden, die nur wenig niedriger waren als die Engel. Die Unsterblichkeit war ihnen nur unter der Voraussetzung des Gehorsams verheissen worden. Im Falle einer Übertretung würden sie das ewige Leben verwirken und an eben dem Tage zum Tode verurteilt werden.

Um ewig leben zu können,musstederMensch auch weiterhin vom Baum des Lebens geniessen. Entzog man ihm diese Frucht, nahm seine Lebenskraft allmählich ab, bis sie erlosch. Gott liess den Lebensbaum .sofort nach dem Sündenfall durch heilige Engel bewachen. Deshalb gibt es keinen unsterblichen Sünder.

Der Mensch war durch die Sünde so entartet dass er aus eigener Kraft nicht wieder mit dem in Übereinstimmung kommen konnte, dessen ganzes Wesen Reinheit und Güte ist.

Die Übertretung des göttlichen Gesetzes forderte das Leben des Sünders. Im gesamten Weltall aber gab es nur einen, der diesen Forderungen zugunsten des Menschen genügen konnte. Da Gottes Gesetzes so heilig ist wie er selbst, konnte nur ein Wesen, das Gott gleich war, für die Übertretung sühnen.Niemand ausser Christus war imstande den gefallenen Menschen vom Fluch des Gesetzes loskaufen und ihn wieder mit dem Himmel in Einklang zu bringen.

Das für die Übertretung geforderte Opfer enthüllte Adam und Eva die Heiligkeit des göttlichen Gesetzes, und sie begriffen wie nie zuvor die Sündenschuld mit ihren schrecklichen Folgen.

Aber der Erlösungsplan hatte noch einen umfassenderen tieferen Sinn als den, die Menschen zu retten. Nicht deshalb allein kam Christus auf die Erde. Er kam nicht nur, damit die Bewohner unserer kleinen Welt sein Gesetz so beobachteten, wie es sich gehört, sondern um Gott vor dem Weltall zu rechtfertigen.

Das Opfer Christi zur Errettung der Menschen würde nicht nur ihnen den Himmel wieder erschliessen, sondern Gott und seinen Sohn in ihrer Handlungsweise bei der Empörung Satans vor dem ganzen Weltall rechtfertigen. Es würde ferner die ewige Gültigkeit des göttlichen Gesetzes begründen und Wesen und Folgen der Sünde offenbaren.

Christus wurde so behandelt wie wir es verdient haben. Damit wollte er erreichen, dass uns die Behandlung zuteil würde, die eigentlich Ihm zukam. Er wurde um unserer Sünde willen, an der Er keinen Anteil hatte, verdammt, damit wir durch Seine Gerechtigkeit, an der wir keinen Anteil haben, gerechtfertigt würden. Er erlitt den Tod, den wir hätten erleiden müssen, damit wir Sein Leben empfangen könnten. ßurch seine Wunden sind wir geheilt"

Die einzig wahre Hoffnung

Paulus erkannte, dass die Menschen das Wesen Christi verstehen müssen, ehe sie ihn lieben oder das Kreuz mit den Augen des Glaubens betrachten können.

Die Warnungen des Apostels an die Korinthergemeinde gelten zu allen Zeiten und sind heute besonders angebracht. Unter Götzendienst verstand Paulus nicht nur die Verehrung von Götzenbildern, sondern auch Selbstsucht, Hang zu Bequemlichkeit sowie die Befriedigung der Triebe und Begierden. Das blasse Bekenntnis des Glaubens an Christus, das Pochen auf die Kenntnis der Wahrheit macht jemanden noch lange nicht zum Christen. Ein Glaube, der nur das Auge, das Ohr und den Geschmack befriedigen oder die Selbstsucht billigen wollte, hat nichts mit dem Glauben Christi zu tun.

Auch durch ein noch so überzeugendes Bekenntnis wird niemand zu einem wahren Jünger Jesu, wenn sein Herz nicht von Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen erfüllt ist. Selbst wenn er starken Glauben besässe und die Macht hätte, Wunder zu tun, so wäre sein Glaube ohne Liebe dennoch wertlos.

Die stärksten und edelsten Charaktere wachsen auf dem Boden. der Geduld, der Liebe und der Unterordnung unter Gottes Willen.

Eine Liebe, wie Christus sie verkörpert, sieht die Beweggründe und Taten der anderen nur im besten Licht. Sie stellt deren Fehler nicht unnötigerweise heraus und leiht der üblen Nachrede kein Ohr, sondern verweist lieber auf die guten Eigenschaften der Mitmenschen.

Die Liebe "freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles", Diese Liebe "höret nimmer auf". Sie kann niemals ihren Wert verlieren; denn sie ist ein Wesenszug Gottes. Wer sie besitzt hat einen kostbaren Schatz, den er mit hinein nehmen wird in die Gottesstadt.

Wahre Heiligung kommt durch das Ausleben derGrundsätze der Liebe."Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." Das Leben eines Menschen, in dessen Herzen Christus wohnt, wird praktische Frömmigkeit bekunden. Sein Charakter wird gereinigt, geheiligt, veredelt und verklärt.

Heiligung ist nicht das Werk eines Augenblickes, einer Stunde oder eines Tages, sondern der ganzen Lebenszeit. Sie geschieht auch nicht durch beglückende Gefühle, sondern ist die Folge eines steten Absterbens der Sünde gegenüber und eines beständigen lebens für Christus. Schwache gelegentliche Bemühungen bringen kein Unrecht in Ordnung und bewirken keine Umwandlung des Charakters. Es kostet beharrliche Anstrengungen, Zucht und harten Kampf, wenn wir überwinden wollen. Keiner weiss heute, wie schwer der Kampf morgen sein wird. Solange Satan regiert, müssen wir unser Ich verleugnen und Sünden, die uns bedrängen überwinden. Solange unser leben währt, werden wir keinen Ort, keinen Punkt erreichen, an dem wir innehalten und sagen können: Ich habe das Endziel erreicht! Nein, Heiligung ist die Frucht lebenslangen Gehorsams.

2.Petrus 1,2-8
Diese Worte sind voller Unterweisung und schlagen einen sieghaften Ton an.

Der Apostel zeigt darin den Gläubigen die Stufenleiter christlichen Wachstums. Jeder Schritt bedeutet eine Zunahme an Gotteserkenntnis. Da darf es keinen Stillstand geben.

Glaube, Tugend, Erkenntnis, Mässigkeit, Geduld, Gottseligkeit, brüderliche Liebe und die Liebe zu allen Menschen sind die Sprossen dieser Leiter. Wir werden gerettet, wenn wir Stufe um Stufe hinaufsteigen bis zu dem uns von Christus vorgehaltenen Ideal. So ist er uns gemacht zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. (1 Korinther 1,30)

Er möchte, dass Männer und Frauen das höchste Ziel erreichen. Ergreifen sie durch den Glauben die Kraft Christi, beanspruchen sie die sicheren Verheissungen für sich und trachten sie unbeirrt nach der Kraft des Heiligen Geistes, dann werden sie auch zur Vollkommenheit gelangen.

Hat jemand den Glauben des Evangeliums angenommen, dann ist es seine nächste Aufgabe,seinen Charakter zu vervollkommnen. Dadurch wird das Herz gereinigt und der Verstand für die Aufnahme der Erkenntnis Gottes vorbereitet. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage aller wahren Bildung und allen echten Dienstes.Sie ist der einzig sichere Schutz vor Versuchungen und kann den Menschen in seinem Wesen Gott ähnlich machen. Durch die Erkenntnis Gottes und seines Sohnes Jesus Christus wird dem Gläubigen "alles, was zum Leben und göttlichen Wandel dient", gegeben. Keine gute Gabe wird dem vorenthalten, der sich aufrichtig danach sehnt, die Gerechtigkeit Gottes zu erlangen.

Niemand braucht in seinem Bemühen, in seinem Bereich einen vollkommenen christlichen Charakter zu erlangen, zu verzagen. Durch das Opfer Christi sind alle Vorkehrungen getroffen, dass der Gläubige all das empfängt, was zum leben und göttlichen Wandel dient. Gott fordert uns auf, nach der Vollkommenheit zu streben. Den Charakter Christi hat er uns als Vorbild gegeben. Durch beharrlichen Widerstand gegen das Böse bewies der Heiland in den Tagen seines Menschseins, dass Menschen durch das Zusammenwirken mit Gott bereits in diesem leben die Vollkommenheit des Charakters erlangen können. Damit gibt Gott die Gewähr, dass auch wir einen völligen Sieg erringen können.

So ist dem Gläubigen die wunderbare Möglichkeit geschenkt, Christus ähnlich zu werden und allen Forderungen des Gesetzes gehorsam zu sein.
In Gott sind wir sicher geborgen und können sprechen: "Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich." Psalm 56,4
Gott wird seine Verheissung an denen wahr machen, die ihm vertrauen.

Durch sein eigenes Beispiel zeigte der Heiland, dass seine Nachfolger "in der Welt" leben können, ohne "von der Welt" zu sein. Er kam nicht, um an ihren trügerischen Vergnügungen teilzunehmen,um sich von ihren Sitten beherrschen zu lassen und sich ihrer Praktiken zu bedienen, sondern um den Willen seines Vaters zu tun und zu "suchen und selig machen, was verloren ist". Behält der Christ dieses Ziel im Auge, wird er unbefleckt bleiben, wo immer er sich befindet. Ganz gleich, welche Stellung er innehat und wie seine Verhältnisse sein mögen:die Kraft wahrer Frömmigkeit wird sich in treuer Pflichterfüllung bekunden.

Ein christlicher Charakter entwickelt sich nicht, wenn man vor Anfechtung verschont bleibt, sondern wenn man sich in ihnen bewährt. Widerspruch und Widerstand führen den Nachfolger Christi zu grösserer Wachsamkeit und lassen ihn ernster zu seinem Mächtigen Helfer beten.

Anfechtungen, die wir ertragen, bewirken Geduld, Wachsamkeit, Festigkeit und ein tiefes, bleibendes Gottvertrauen. Der Triumph des christlichen Glaubens besteht darin, dass der Nachfolger Jesu befähigtwird,zu leiden und dennoch starkzu sein, zu unterliegen und eben dadurch zu überwinden, sich immerdar in den Tod zu geben zu lassen und trotzdem zu leben, das Kreuz zu tragen und dadurch die Krone der Herrlichkeit zu erlangen.

Christi Tod beweist Gottes große Liebe zu uns Menschen. Er bürgt für unsere Errettung. Dem Christen das Kreuz nehmen hiesse die Sonne am Himmel auslöschen. Das Kreuz bringt uns näher zu Gott und versöhnt uns mit ihm. Mit dem herzlichen Erbarmen väterlicher Liebe sieht Gott, welche Leiden sein Sohn erduldet hat, um die Menschheit vom ewigen Tode zu erretten, und in dem Geliebten nimmt er uns an.

Ohne das Kreuz könnte kein Mensch Gemeinschaft mit dem Vater haben. Darauf gründet sich unsre ganze Hoffnung. Von dorther leuchtet uns das Licht der Liebe unsres Heilandes. Und wenn der Sünder vom Fusse des Kreuzes hinaufschaut zu dem, der für seine Rettung starb, dann mag er sich freuen mit vollkommener Freude, denn seine Sünden sind ihm vergeben. Wer im Glauben am Kreuz niederkniet, hat den höchsten Platz erreicht, zu dem ein Mensch gelangen kann.

Durch das Kreuz erfahren wir, dass der himmlische Vater uns mit einer Liebe liebt, die niemals aufhört. So dürfen auch wir uns des Kreuzes rühmen, ja wir dürfen uns dem ganz hingeben, der sich für uns gab. Den Strahlenglanz des Lichtes von Golgatha auf unseren Angesichtern können wir hinausgehen und es denen offenbaren, die noch in der Finsternis sind.

Der Sohn Gottes, fleckenlos und ohne Makel, hing am Kreuz. Sein Fleisch war von den Misshandlungen zerrissen; die Hände, die er so oft segnend ausgestreckt hatte, waren an das Holz genagelt; die Füsse, die unermüdlich Wege der Liebe gegangen waren, hatte man ans Kreuz geheftet; das königliche Haupt war von der Dornenkrone verwundet; die bebenden Lippen waren im Schmerz verzogen!

Alles, was der Heiland erduldete - die von seinem Kopfe, seinen Händen und Füssen fallenden Blutstropfen, die seinen Körper quälenden Schmerzen und die unaussprechliche Seelenqual, als der Vater sein Antlitz verbarg - es ist deinetwegen geschehen!

Für dich hat er sich bereit gefunden, jene Schuldenlast zu tragen; für dich hat er die Macht des Todes gebrochen und die Pforten des Paradieses wieder geöffnet.

Er, der das stürmische Meer stillte und auf den schäumenden Wogen wandelte, der die Teufel erzittern machte und Krankheiten verbannte, der den Blinden die Augen öffnete und den Toten neues leben gab, er brachte sich selbst am Kreuz zum Opfer, weil er dich liebt.

Er, der Sündenträger, erduldete den Zorn der göttlichen Gerechtigkeit und wurde um deinetwillen selbst "zur Sünde gemacht".

Inmitten der schrecklichen Finsternis, scheinbar von Gott verlassen, hatte Jesus den leidenskelch bis zur Neige geleert. In diesen furchtbaren Stunden hatte er sich auf die ihm vorher gegebene Zusicherung verlassen, dass ihn der Vater annehmen werde. Er kannte das Wesen seines Vaters, und er verstand auch dessen Gerechtigkeit, Erbarmen und große Liebe. In festem Glauben verliess er sich auf Gott, dem er stets freudig gehorcht hatte. Als er sein leben nun demütig Gott anvertraute, wurde das Gefühl, der Vater habe ihn verlassen, langsam zurückgedrängt.

Durch den Glauben wurde Christus Sieger.

In diesem Leben können wir nur zu einem geringen Teil den wunderbaren Vorgang der Erlösung verstehen. Mit unserem beschränkten Verstand können wir ernsthaft die Schande und die Herrlichkeit,das leben und den Tod,die Gerechtigkeit und die Gnade, die sich im Kreuz begegnen, betrachten und ermangeln doch - trotz äusserster Anstrengung - der notwendigen Geisteskräfte, um deren volle Bedeutung zu erfassen.

Die unermessliche Grösse der erlösenden Liebe wird nur dunkel begriffen. Der Erlösungsplan wird selbst dann nicht völlig verstanden werden, wenn die Erlösten sehen, wie sie gesehen, und erkennen, wie sie erkannt werden; sondern durch alle Ewigkeit hindurch werden dem staunenden und entzückten Gemüt stets neue Wahrheiten offenbart werden. Obwohl der Kummer, die Schmerzen und Versuchungen der Erde zu Ende sind und die Ursache entfernt ist, wird es Gottes Volk doch stets klar und deutlich bewusst sein, was seine Seligkeit gekostet hat.

Die Erlösten werden in alle Ewigkeit über die Kreuzestat Jesu nachsinnen und davon singen. In dem verherrlichten Christus werden sie den gekreuzigten Christus sehen. Nie werden sie vergessen, dass er, dessen Macht in dem unendlichen Bereich des Himmels die unzähligen Welten schuf und erhielt, er Geliebte Gottes, die Majestät des Himmels, der, den Cherubim und glänzende Seraphim freudig anbeteten, sich erniedrigte, um den gefallenen Menschen zu erheben; dass er die Schuld und Schande der Sünde erduldet hat, dass er ertrug, wie sich das Antlitz seines Vaters vor ihm verbarg, bis das Weh über eine verlorene Welt sein Herz brach und sein Leben am Kreuz von Golgatha verlöschte. Dass der Schöpfer aller Welten, der Richter aller Geschicke seine Herrlichkeit beiseite legte und sich aus Liebe zu den Menschen so sehr demütigte, wird stets das Erstaunen und die Verehrung des Weltalls wachrufen. Wenn die Scharen der Erretteten auf ihren Erlöser sehen und die ewige Herrlichkeit des Vaters auf seinem Angesicht erblicken, wenn sie seinen Thron schauen, der von Ewigkeit zu Ewigkeit gegründet ist, und wissen, dass sein Reich keine Ende nehmen soll, brechen sie in den begeisterten Gesang aus: "Würdig, würdig ist das Lamm, das erwürgt wurde und uns mit Gott versöhnt hat durch sein köstlich Blut."

Das Geheimnis des Kreuzes erklärt alle anderen Geheimnisse. In dem Licht, das von Golgatha leuchtet, werden die Eigenschaften Gottes, die uns mit Furcht und Scheu erfüllten, erhaben und anziehend. Gnade, Zärtlichkeit und väterliche Liebe sieht man mit Heiligkeit, Gerechtigkeit und Macht vereint. Während wir die Majestät seines hohen und verehrungswürdigen Thrones betrachten, erkennen wir sein Wesen in einen gnädigen Offenbarungen und verstehen wie nie zuvor die Bedeutung des teuren Namens: Unser Vater.

Man wird sehen, dass der an Weisheit Unendliche keinen anderen Plan für unser Heil ersinnen konnte als die Opferung seines Sohnes. Der Lohn für dieses Opfer ist die Freude, die Erde mit erlösten, heiligen, glücklichen und unsterblichen Wesen bevölkert zu sehen. Die Folge des Kampfes unseres Heilandes mit den Mächten der Finsternis ist die Freude der Erlösten,die in alle Ewigkeit zur Verherrlichung Gottes widerhallt. Und der Wert jeder Seele ist so gross,dass dem Vater durch den bezahlten Preis Genüge getan ist und Christus selbst Genugtuung empfindet, wenn er die Früchte seines grossen Opfers sieht.

Wir sollten uns nun mit dem Wesen Gottes vertraut machen, indem wir seine Verheissungen erproben. Engel berichten jedes Gebet, das ernst und aufrichtig ist. Wir sollten eher die selbstsüchtigen Befriedigungen aufgeben, als die Gemeinschaft mit Gott vernachlässigen. Die tiefste Armut, die grösste Selbstverleugnung mit Gott sind besser als Reichtümer, Ehrungen, Bequemlichkeit und Freundschaft ohne ihn. Wir müssen uns Zeit nehmen zum Gebet.

Eine trübselige Zeit, wie sie nie zuvor gewesen ist, wird bald über uns hereinbrechen. Wir werden dann einer Erfahrung bedürfen, die wir jetzt nicht besitzen und die zu erstreben viele zu träge sind. Es geschieht oft, dass die Trübsal in der Vorstellung viel grösser erscheint als sie in Wirklichkeit ist; dies ist aber nicht der Fall bei den uns bevorstehenden entscheidenden Prüfungen.

Satan vermochte nichts im Herzen des Sohnes Gottes zu finden,dass ihm hätte helfen können,den Sieg davonzutragen. Christus hatte seines Vaters Gebote gehalten, und es war keine Sünde in ihm, deren sich Satan zu seinem Vorteil hätte bedienen können. Dies ist der Zustand, der jenen eigen sein muss, die in der trübseligen Zeit bestehen sollen.

Schon in diesem leben müssen wir uns durch den Glauben an das versöhnende Blut Christi von der Sünde trennen. Unser mächtiger Heiland lädt uns ein, uns ihm anzuschliessen, unsere Schwäche mit seiner Kraft, unsere Unwissenheit mit seiner Weisheit, unsere Unwürdigkeit mit seinem Verdienst zu verbinden. Gottes Vorsehung ist die Schule in der wir die Sanftmut und Demut Jesu lernen sollen. Der HERR stellt uns stets das wahre lebensziel vor Augen, nicht aber den Weg, den wir wählen möchten, der uns leichter und angenehmer erscheint. Es bleibt uns übertragen, vereint mit den Kräften zu wirken, die der Himmel einsetzt, um unsere Charaktere nach dem göttlichen Vorbild zu gestallten. Niemand kann diese Aufgabe vernachlässigen oder aufschieben, ohne seine Seele in furchtbarer Weise zu gefährden.

Die letzte Prüfung

Als krönende Tat in dem grossen Drama der Täuschung wird sich Satan als Christus ausgeben. In verschiedenen Teilen der Erdewird sich Satan unter den Menschen als ein majestätisches Wesen von verwirrendem Glanz offenbaren, das der von Johannes in der Offenbarung gegebenen Beschreibung des Sohnes Gottes gleicht. (Offenbarung 1,13-15)

Aber Gottes Volk wird nicht irregeleitet werden. Die lehren dieses falschen Christus stimmen nicht mit der Heiligen Schrift überein. Dieser spricht seinen Segen über die Verehrer des Tieres (Amerika) und seines Bildes (Verbindung von Kirchen und Staat) aus, gerade über die Klasse, von der die Heilige Schrift erklärt, dass der unvermischte Zorn Gottes über sie ausgegossen werden soll.

Es wir Satan auch nicht gestattet sein, die Art und Weise des Kommens Christi nachzuahmen. Der Heiland hat sein Volk vor einer derartigen Täuschung gewarnt und sein Kommen deutlich beschrieben: "Es werden falsche Christi und falsche Propheten auf stehen und große Zeichen und wundern tun, dass verführt werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. .. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: siehe, er ist in der Wüste! So gehet nicht hinaus, - siehe, er ist in der Kammer! So glaubt nicht. Denn gleich wie der Blitz aufgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein das Kommen des Menschensohnes." (Matthäus 24,24-27.31; Offenbarung 1,7; 1.Thessalonicher 4,16.17)

Es gibt keine Möglichkeit, dies Kommen vorzutäuschen. Es wir allgemein bekannt werden und der ganzen Welt sichtbar sein. Nur die, welche eifrig in der Bibel geforscht und die Liebe zurWahrheit angenommen haben, werden vor der gewaltigen Täuschung welche die Welt gefangen nimmt, geschützt sein.

Wird der Herr sein Volk in dieser schweren Stunde vergessen? Vergass er Noah? Vergass er Lot? Vergass er Josef? Vergass er Elia ?Vergass er Neremia?Vergass er die drei tapferen Jünglinge im Feuerofen, oder Daniel in der Löwengrube?

Zu allen Zeiten hat Gott für den Beistand undfürdie BefreiungseinesVolkesdurch Heilige Engel gewirkt Himmlische Wesen haben an dem Leben und Treiben der Menschen tätigen Anteil genommen. Sie haben Gefängnistüren geöffnet und die Diener Gottes freigelassen. Mit der Waffenrüstung des Himmels angetan, kamen sie, um den Stein vom Grabe des Heilandes wegzurollen.

Der liebevolle Heiland wird gerade dann Hilfe senden, wenn wir sie brauchen. Der Weg zum Himmel ist durch seine Fussstapfen geheiligt. Jeder Dorn den unseren Fuss verwundet hat auch seinen Fuss verletzt. Jedes Kreuz, das zu tragen wir berufen werden hat er vor uns getragen. Der Herr lässt Kämpfe zu damit die Seele für den Frieden vorbereitet werde. Die Trübselige Zeit ist eine schreckliche Feuerprobe für Gottes Volk; aber es ist auch für jeden gläubigen die Zeit, emporzublicken und er wird im Glauben über sich den Bogen der Verheissung sehen.

Der Sabbat wurde nicht als eine neue Anordnung gegeben, er ist vielmehr eine Stiftung von der Schöpfung her. Man soll sich seiner erinnern und ihn halten im Gedenken an das Werk des Schöpfers. Weil durch ihn auf den Schöpfer Himmels und der Erde hingewiesen wird, unterscheidet man durch seine Befolgung den wahren Gott von allen faschen Göttern.

Wer den siebenten Tag hält, gibt damit zu erkennen, dass er ein Anbeter Jahwes ist Somit ist der Sabbat das Zeichen des Gehorsams gegenüber Gott,solange ihm jemand auf Erden dient Das vierte Gebot ist das einzige unter den Zehn, das sowohl den Namen als auch den Anspruch des Gesetzgebers nennt und zeigt, durch wessen Vollmacht das Gesetz gegeben wurde. Dadurch enthält es Gottes Siegel, das seinem Gesetz als Beweis der Echtheit und bindenden Kraft hinzugefügt wurde.

Gott hat den Menschen sechs Tage zur Arbeit gegeben, und er verlangt, dass ihre persönliche Dinge in dieser Zeit geschehen. Unumgänglich notwendige Werke und Liebestaten sind am Sabbat richtig. Kranke und Leidende müssen jederzeit versorgt werden. Überflüssige Arbeit ist jedoch unbedingt zu vermeiden."Wenn du deinen Fuss am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn ,Geehrt'; wenn du ihn dadurch ehrst, ... dann wirst du deine Lust haben am Herrn." (Jesaja 58, 13.14)

Gott verlangt, dass der ihm geweihte Tag heute noch ebenso geheiligt wird wie zur Zeit Israels. Dieses zunächst den Hebräern gegebene Gebot sollten alle Christen als eine ausdrückliche Verpflichtung Gott gegenüber beachten.

Die Feinde des Gesetztes Gottes, vom Prediger an bis hinunter zu den geringsten unter ihnen, haben eine andere Vorstellung von Wahrheit und Pflicht. Zu spät erkennen sie, dass der Sabbat des vierten Gebotes das Siegel des lebendigen Gottes ist; zu spät erkennen sie die wahre Natur ihres falschen Sabbats (Sonntag) und den sandigen Grund, auf den sie gebaut haben. Es wird ihnen klar, dass sie gegen Gott zu Felde gezogen sind. Religionslehrer haben Seelen ins Verderben geführt, während sie vorgaben, sie zu den Toren des Paradieses zu geleiten.

Durch das Dekret zur Durchsetzung der päpstlichen Einrichtung, durch die Gottes Gesetz übertreten wird, wird sich die USA ganz von der Gerechtigkeit lösen. Wenn der Protestantismus die Hand über die Kluft streckt, um die Hand der römischen Macht zu ergreifen, wenn er über den Abgrund langt zum Handschlag mit dem Spiritismus, wenn dieses land unter dem Einfluss dieses dreifachen Bundes jeden Grundsatz ihrer Verfassung als eine protestantische und republikanische Regierung verwirft und dafür sorgt, dass päpstliche Irrlehren und lügen verbreitet werden, dann können wir wissen, dass die Zeit für Satans übernatürliches Wirken gekommen ist und das Ende nahe ist.

Durch die beiden grossen Irrlehren - die Unsterblichkeit der Seele und die Heiligkeit des Sonntags - wird Satan die Leute seinen Betrügereien aussetzen. Während die erstere die Grundlage für den Spiritismus legt, schafft letztere ein Band der Sympathie mit Rom. Die Protestanten der Vereinigten Staaten werden die ersten sein, die ihre Hände über die Kluft strecken, um die Hand des Spiritismus zu ergreifen; dann werden sie über den trennenden Abgrund hinüberlangen zum Handschlag mit der römischen Macht, und unter dem Einfluss dieser dreifachen Verbindung wird dieses land in die Fussstapfen Roms treten und die Gewissensfreiheit mit Füssen treten.

Wenn die Vereinigten Staaten sich von den Grundsätzen ihrer Verfassung derart abwendet, dass sie ein Sonntagsgesetz verabschiedet, wird der Protestantismus in diesem Akt dem Papsttum die Hand reichen; das heisst nichts anderes, als die Tyrannei zu neuem leben erwecken, die so lange auf eine Gelegenheit gewartet hat, nämlich wieder ihren aktiven Despotismus zu praktizieren.

Die Stimme Gottes erschallt vom Himmel, verkündet den Tag und die Stunde der Wiederkunft Christi und übergibt seinem Volk den ewigen Bund. .. Das Israel Gottes lauscht, die Augen aufwärts gerichtet. Die Angesichter leuchten auf von dem Glanz seiner Herrlichkeit.

Gegen Osten erscheint ein kleines schwarzes Wölkchen, ungefähr halb so gross wie eines Mannes Hand. Es ist die Wolke, die den Heiland umgibt und die in der Entfernung in Finsternis gehüllt zu sein scheint. Gottes Volk weiss, dass dies das Zeichen des Menschensohnes ist. In ernstem Schweigen blicken alle unverwandt auf diese Wolke, wie sie der Erde näher rückt und zusehends heller und herrlicher wird, bis sich eine große weisse Wolke entfaltet deren Grund wie verzehrendes Feuer aussieht und über welcher der Regenbogen des Bundes schwebt. Jesus reitet als mächtiger Sieger voraus.

Der König aller Könige steigt auf der Wolke herab, in Feuerftammen gehüllt. Der Himmel entweicht wie ein zusammengerolltes Buch, die Erde bebt vor ihm, und alle Berge und alle Inseln werden aus ihren Örtern bewegt.

Bei der Wiederkunft Christi werden die Gottlosen von der ganzen Erde vertilgt verzehrt von dem Geist seines Mundes und vernichtet durch den Glanz seiner Herrlichkeit. Christus führt sein Volk zu der Stadt Gottes, und die Erde wird unbewohnt sein.

Jetzt findet das Ereignis statt auf das die letzte feierliche Handlung des Versöhnungstages hinwies. Nachdem der Dienst im Allerheiligsten vollendet und die Sünden Israels kraft des Opferblutes aus dem Heiligtums entfernt worden waren, wurde der Sündenbock le!Jend vor den Herrn gebracht und im Beisein des Volkes bekannte der Hohepriester "auf ihn alle Missetat der Kinderisrael und alle ihre Übertretung in allen ihren Sünden" und legte sie dem lebenden Bock auf das Haupt. Auf gleiche Weise werden, wenn das Versöhnungswerkim himmlischen Heiligtum vollendet ist in der Gegenwart Gottes und der heiligen Engel und der Schar der Erlösten die Sünden des Volkes Gottes auf Satan gelegt; er wird all des Bösen schuldig erklärt werden, das er veranlasst hat. Und wie der lebende Bock in eine unbewohnte Gegend gejagt wurde, so wird Satan auf die verwüstete Erde verbannt werden, in eine unbewohnte, öde Wildnis.

Diese Einöde soll tausend Jahre lang die Heimat Satans mit seinen bösen Engeln sein.

Tausend Jahre lang wird Satan auf der verwüsteten Erde umherwandern, um die Folgen seiner Empörung gegen Gottes Gesetz zu betrachten. .. Mit Zittern und Schrecken sieht er der furchtbaren Zukunft entgegen, da er für sein böses Tun leiden und für die Sünden, die er verursacht, bestraft werden muss.

Während die Erde von dem Vernichtungsfeuer eingehüllt war, wohnten die Gerechten sicher in der heiligen Stadt. Über jene, die an der ersten Auferstehung teilhatten, hat der zweite Tod keine Macht. Während Gott für die Gottlosen ein verzehrend Feuer ist, ist er für sein Volk "Sonne und Schild".

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;denn der erste Himmel und die erste Erde verging." Das Feuer, das die Gottlosen verzehrt, reinigt die Erde. Jede Spur des Fluches ist beseitigt. Keine ewig brennende Hölle wird den Erlösten die schrecklichen Folgen der Sünde vor Augen führen.

Nur ein Erinnerungszeichen bleibt bestehen: Unser Heiland wird stets die Male seiner Kreuzigung tragen.

Der große Kampf ist beendet.

Sünde und Sünder sind nicht mehr. Das ganze Weltall ist rein. Eintracht und Freude herrschen in der ganzen unermesslichen Schöpfung. Von dem, der alles erschuf, ftiesst Leben, Licht und Freude über alle Gebiete des grenzenlosen Raumes. Vom kleinsten Atom bis zum grössten Weltenkörper erklärt alle lebende und unbelebte Natur in ungetrübter Schönheit und vollkommener Freude:

Gott ist die Liebe.

Die Texte sind aus den Büchern:
Patriarchen und Propheten
Das Wirken der Apostel
Das leben Jesu
Der große Kampf
Maranatha

Erhältlich bei:
Weg zum Leben
Postfach 160
Ch-3457 Wasen i.E.

Weg zum Leben
Kugelberg 62
A-8111 Judendorf

 
 
 
 
 
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Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 15:55 Uhr
 
Kinder Gottes müssen innerlich und äußerlich sauber sein. – SCH3 16.5
Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 10:49 Uhr
 
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Info: Livestream mit Esther Bieling http://t.co/Mxk10vcf
Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 13:37 Uhr
 
Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. - Johannes 8, 36
Dienstag, den 15. Mai 2012 um 04:07 Uhr